Endlich (ein Flüchtlingsgedicht)

von Ekkehard Walter
Mitglied

Endlich sind wir frei,
gerettet, die Flucht ist vorbei.

Endlich sind wir angekommen,
doch werden wir auch angenommen?

Endlich beginnt ein neues Leben,
mit vielen neuen, unbekannten Wegen.

Endlich sind wir nun anerkannt,
denn die eigene Heimat ist zerstört und verbrannt.

Endlich können wir Danke sagen
und ein neues Leben wagen.

Zusammengetragen und als Gedicht verwertet aus den Feedbacks, die ich als ehrenamtlicher Flüchtlingshelfer erfuhr.

Veröffentlicht / Quelle: 
bisher ohne

Buchempfehlung:

92 Seiten / Taschenbuch
Rechtshinweis:
Dieser Beitrag ist urheberrechtlich oder durch Copyright geschützt und darf ohne Genehmigung nicht verwendet werden.

Interne Verweise

Kommentare

07. Mär 2018

Ein sehr bewegendes Gedicht, lieber Ekki. Zu diesen guten Gefühlen hast auch Du - als ehrenamtlicher Flüchtlingshelfer - gewiss sehr viel beitragen. Dafür verdienst Du Anerkennung und Respekt.

LG Annelie

07. Mär 2018

Danke Euch beiden. Ja, es ist immer wieder spannend die vielen Geschichten der Menschen zu hören und teilweise aus erster Hand zu erfahren, was sie erlebt haben. Das Neueste sind die Schilderungen iranischer Christen, deren Hauskirchenleiter im berüchtigten Eringefängnis in Teheran schmachten und die nun zu uns geflohen sind.

Viele Grüße Ekki

07. Mär 2018

Sehr zuversichtliches Gedicht, wäre schön, wenn das auf die Realität auch immer zutreffen würde, naja vielleicht für einige, aber viele Kinder z. B. haben ja leider ihr Trauma mitgenommen und richtig geholfen wird doch denen dann doch nicht. Das ist ein echtes Dilemma.
Lg, Sabrina

07. Mär 2018

Liebe Sabrina,
aus meiner über zweieinhalbjährigen Erfahrung mit Flüchtlingen aus dem Irak, Syrien, dem Jesidengebiet und nun aus dem Iran sowie einem dreimonatigen Einsatz bei der Registrierung im Patrick Henry Village in Heidelberg kann ich von wenigen Ausnahmen
eigentlich nur Positives berichten. Alles andere ist Panikmache und entspricht bei Weitem nicht der Realität, trotz Köln und verschiedener Anschläge in Deutschland und als Bundesbeamter des Zolls weiß ich wovon ich rede. Ja, es gibt auch Traumata bei Flüchtlingen und manchmal sind auch die Probleme, vor denen man steht, sehr groß, vor allem in sprachlicher Hinsicht, aber nun zu sagen, die Flüchtlinge sind ein Problem, halte ich für überzogen und haltlos. Wer es nicht glauben will, kann mich gerne einmal begleiten. Bitte glaubt nicht alles, was die Medien so verbreiten und dem rechten Aussenlager schon gar nicht. LG Ekki

07. Mär 2018

Und: Wir reden hier von Menschen, die Hilfe brauchen und die sehr glücklich sind, sie bekommen zu haben!

07. Mär 2018

Hallihallo, denke mal, da hast Du was völlig falsch verstanden, habe nicht gesagt, dass die Flüchtlinge ein Problem sind, bin definitiv auch dafür, dass wir Ihnen Unterschlupf gewähren, keine Frage und dass sie Hilfe bekommen, leider ist es aber so, dass gerade Kinder, die ohne ihre Eltern hierherkommen noch mehr Hilfe brauchen und da stehen dann gleich wieder ein paar Menschen da, die diese ausnutzen, so sehe ich das. Es ist einfach so, dass immer wieder Minderjährige verschwinden und keiner weiß wohin, das gehört leider mit zu der Realität und ganz ehrlich viele Flüchtlinge sind nicht glücklich hier zu sein, denn die Bürokratie erschwert Vieles, ob bei Wohnungssuche, Jobsuche etc..... Dennoch finde ich es super, dass Du Dich einsetzt und positive Erfahrungen gemacht hast.
Einen schönen Tag noch
LG, Sabrina

Neuen Kommentar schreiben