Flüchtlinge ✓ Flüchtlingsgedichte, Gedichte zum Thema / Schlagwort

Bild von Flüchtlingskind für Kategorie Gedichte Flüchtlinge

In den Gedichten zum Thema Flüchtlinge geht es um Flüchtlinge, Flucht und/oder - ganz aktuell - die Flüchtlingskrise.

empfohlene Gedichte über Flucht
von Friedrich Schiller
neue Gedichte über Flucht
von Manfred Peringer
von Ekkehard Walter
von A. d. Tiefe
die schönsten Gedichte über Flucht
von Annelie Kelch
von Soléa P.
Beitrag 1 - 35 von insgesamt 60 Texten in dieser Kategorie
von Annelie Kelch

Ein Sternlein stand allein
am Himmelszelt und glühte.
Die Nacht war schwarz,
die Nacht war lang -
so sehr es sich auch mühte
um etwas Licht auf Erden:
Es war zu schwer und wollte
keinen Deut heller werden…

von Soléa P.

Tod und Ruinen überall,
die Mutter weint, ist sprachlos schon lange.
Es gibt kein Essen, die Nächte sind kalt,
die Hoffnung... am Ende der Fahnenstange.

Der Vater kämpft, falls er noch lebt.
Seine Kinder schreien im…

von Sabrina Jung

Nun bin ich hier,
allein mit mir,
von weit her gekommen,
zig Mal wurde ich vernommen,
menschenunwürdig behandelt,
die ganze Welt ist verschandelt,
soll mich hier zu Hause fühlen,
meine Gefühle mich…

von Jalid Sehouli

Menschen auf der Flucht verlassen viel, meist zu viel.
Manche von ihnen sind für immer entwurzelt,
Manche von ihnen werden niemals mehr den unvergessenen und
sie so betörenden Duft ihrer verlorenen Heimat wieder riechen,

von Ekkehard Walter

Endlich sind wir frei,
gerettet, die Flucht ist vorbei.

Endlich sind wir angekommen,
doch werden wir auch angenommen?

Endlich beginnt ein neues Leben,
mit vielen neuen, unbekannten Wegen.

Endlich sind wir…

von Ekkehard Walter

Meine Heimat ist zerstört und verbrannt,
deshalb bin ich daraus weg gerannt.
Machte mich auf zum Weg über das Meer,
nun frägt man mich, wieso ich kam hierher.
Man will mich hier eigentlich nicht haben,
doch will ich…

von * noé *

Der Stacheldraht ist in den Köpfen,
die Ländergrenzen gut bewacht.
Man schnibbelt nicht an alten Zöpfen,
man zündelt lieber in der Nacht.

Mit leichtem Ruck die Augen links!
Das Recht der Rechten ist uns recht,…

von Ralf Risse

Afrika fällt auf die Füße.
Kratzt am kolonialen Schorf.

Afrika schnürt seine Schuhe
und verlässt sein frones Dorf.

Afrika, mit langen Beinen,
schwappt nach Norden - bildet Staus.

Afrika läuft einfach los…

von Annelie Kelch

Schüsse und Schreie – ganz in der Näh',
und im Westen leuchtet ein Fenster;
vor dir schreckt was auf: der Feind? Ein Reh?
Und manchmal siehst du schon Gespenster.

Stimmen – du verstehst kein einziges Wort,
durch…

von Manfred Peringer

vögel haben die letzten krumen aufgepickt
und wir uns endgültig im wald verirrt
nun sind schatten die einzigen begleiter

hase und igel haben ihren lauf beendet
und dabei das ziel aus den augen verloren
jetzt besteht…

von Anders Levin

Flüchtling, Flüchtling an der Wand,
wer ist der Ärmste in unserm reichen Land?

Ist's der allseits verehrte Vater Staat,
der mit jedem Gesetz aufs Neue versagt?
Ist's die Mutter Politik, die in einem fort verspricht:…

von Libusa Odenwaeller

Ich stehe da in deinem Schatten.
Unfähig mich zu verteidigen.
Matt und blass,
nur ein bisschen von mir selbst.
Ein Extrakt von Liebe,
ein Extrakt von Leidenschaft
und stolze Prise
von Geborgenheit.

von Friedrich Schiller

Frisch atmet des Morgens lebendiger Hauch;
Purpurisch zuckt durch düstrer Tannen Ritzen
Das junge Licht und äugelt aus dem Strauch;
In goldnen Flammen blitzen
Der Berge Wolkenspitzen.
Mit freudig melodisch…

von Corinna Herntier

Ihr ist, als ob sie sich dem Glück von unten nähert,
als ob das Schimmern für sie greifbar wär.
Doch dann entzieht sich ihrem Sehnsuchtsblick das Funkeln
und sie starrt ungläubig herauf. Sie bleibt im Dunkeln,
legt müde…

von Willi Grigor

Ob ich mag den Januar?
Ich hab ihn nie gemocht!
In jenem kalten Januar
man um sein Leben focht.

Quer durch Polen auf der Flucht
immer Richtung Westen
haben wir das Heil gesucht -
Angst und Rache…

von * noé *

In deiner Selbstgerechtigkeit
voll von dem andern Selbst befreit,
das mühsam um sein Leben kämpft,
bist du begeisterungsgedämpft.

"Ich bin ja diesem andern ähnlich!
Und doch kommt dieser mir nur dämlich,
will…

Die
von Kathleen Posvic

Die, die die
Foren befüttern mit
Mimimi
Die, die die
Höflichkeit degradieren zum
Chichi
Die, die die
Fehler beim Anderen suchen:
Sie! Sie! Sie!
Die, die die
Flüchtenden fragen
Wie…

von Ekkehard Walter

Mohammed, mein Freund, träumte von einer besseren Welt
in der man sich entfalten kann und endlich Frieden hält.
Vor anderthalb Jahren kam er nach langer, gefahrvoller Flucht hierher,
eine wirkliche Heimat hat er nun keine mehr.…

von Jalid Sehouli

Es beginnt mit einer unheimlichen Stille,
und der Stille folgt die Angst vor einem schrecklichen Tod,
und der Angst folgt der unsagbare Schmerz der Flucht,
und dem Schmerz folgt die Flucht vor einer dunklen Ungewissheit,

von * noé *

Ich frage mich - Wo ist die Welt?
Liegt sie breit auf den Fensterbrettern,
und gafft, wie sich Europa quält,
die Flüchtlingsmassen abzuschmettern?

Was hat Europa MEHR am Hut
als jeder andre Staat der Welt,
mit…

von * noé *

Die Grenzen zu! Der Flüchtling kommt!
Wär' er nur dort geblieben!
Und hat man ihn auch ausgebombt:
Hier stört er unsern Frieden!

Nun geht es uns doch endlich gut -
da kommen sie in Massen!
Uns satte Bürger…

von Annelie Kelch

Ein sprechender Brunnen
war unsere Heimat
gegen die
rauschende Sturzflut
der Ferne.

Noch erinnern wir
Stille, Wind.
Sommerlich unverhüllt:
unsere Spuren
im feurigen Sand.

Wir büßen für…

von Annelie Kelch

Fichte, Gras
und Strauch
lispeln gegen
das Unglücksgeloder:
Ehre
den Aufenthalt
Fremder
wie deine
eigene
Barke

von Annelie Kelch

Wald säumt die Küste;
aus den Kaurifichten steigt Nebel.

Herakles tritt aus dem Dickicht,
reißt einen Baum aus,
legt ihn übers Wasser:

Jetzt kann ich rüber ...

von Monika Laakes

So klein, so winzigklein
ist dein Gesicht,
mit Augen, unwirklich schattig,
mit denen du sprichst.
Wann oder wo
hört dir jemand zu?
Dein stummer Schrei
schwindet im Nirgendwo.
Wann oder wo
ist…

von Alfred Mertens

Ihr seid in einem anderen Land,
in der die Liberalität so blüht,
und ihr nicht wisst, was hier geschieht!,

Früher hatte man noch Paragraphen,
damit kam man, in einem sicheren „Hafen“!,
wenn man sich dabei zuviel \"…

von Jürgen Wagner

Ein Abraham nach Kanaan
ein Joseph nach Ägypten kam
Ein Jesus dort in Bethlehem
war einquartiert ganz unbequem

Wir könnten das auch selber sein,
ein Fremder, der nicht mehr daheim,
der neu in einem fernen Land…

von * noé *

Zusammen mit anderem Treibgut
wob er sie in sein Wellenbild,
in ewigem Atem,
her und hin,
geduldig,
bis auch ihr letztes Gebein zerfiel,
und landete sie sanft
entlang seiner Gestade.

Die Fische…

von Alfred Mertens

Sie kommen und kommen und fühlen sich wohl,
und uns ist das einfach zu hartgesotten,
Millionen Menschen, auch nach dem Tod Helmut Kohl,
ich glaube, den geht es wie den Hugenotten

die mussten sich auch oft dünne machen,…

von Barbara Schleth

Jung sind sie, brechen auf
Versprechen an das Leben
Haben lange gewartet
die Wüste bei Nacht duchquert
Dem Elend zu entkommen
Schlepper, korrupte Polizisten

Viele stranden vorher
Beraubt, überfallen…

von marie mehrfeld

Auf Chios wollte ich Urlaub machen,
faulenzen, flirten, tanzen, lachen.
Nun steh’ ich bedrückt vor dem Maschendrahtzaun
und traue mich kaum, hindurchzuschau’n ...

Hilflos fühle ich mich, allein
und denke, das kann…

von Ekkehard Walter

Sie machten sich auf aus Afrika und dem Orient
weil dort seit Jahren die eigene Heimat brennt
die pure Not trieb sie zur Flucht
das Heil man nun im Westen sucht

Sogar das große Mittelmeer in seinem Verlauf
hielt…

von Marcel Strömer

Der Wall, das Symbol der Festung Europas, Zäune, kilometerlang, sechs Meter hoch, gesichert mit Nato-Draht, mit Hilfe modernster Technologien wie Wärmebildgeräte, Drohnen, Scanner und Sateliten, arbeiten geschulte Beamte lösungsorientiert. Sie…

von Marcel Strömer

Kinder flüchten
zur Hungerstube, zur Trage,
ihre Last, die hohlen Koffer
durchs ungestillte Meer
Es kommen die bitteren Tage
der schwindenden Kräfte,
zur ewigen Bruders Klage
Ach, wenn der Krieg nicht…

von ulli nass

die alten Römer
nannten' s "Unser Meer"
zum großen Grab ist es mutiert
die Schuld tragen wir alle
sie wiegt so schwer
und wenige verstehen
was passiert

zu lange haben wir
einfach nicht hingesehn…

Seiten