Trüb

von Michael Dahm
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Die Regennacht gebar den Tag,
einen vom ganz trüben Schlag,
schmutzig gelb, das goldene Meer,
erdrücktes Grün, noch regenschwer.

Das treue Rad am Mühlteich dreht,
es treibt noch an, was nicht mehr steht,
morsches Holz auf alten Stegen,
die Bretter glatt nach kaltem Regen.

Gedanken ziehen mit Wassermassen,
sind losgelöst und nicht zu fassen,
es sind heut meine Sinne schwer,
im grauen Himmel, sonnenleer.

Schweigend zähl ich Regentropfen,
die an meine Seele klopfen,
und sie bilden einen See,
in dem ich langsam untergeh.

Es kann ein Mensch auch wechselnd sein,
wie Regen und wie Sonnenschein,
doch weiter ziehen auch seine Wetter
und trocknen alte, morsche Bretter …

Das goldene Meer ist der Raps ....

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