Spätsommertag

von Soléa P.
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In stillem Tal,
unter Gottes ferner Sonne,
verweilt im angenehm warmen Wind,
„Sie“, unbekümmert wie ein Kind –
wiegend, blühend, vor sich hin.
Nichts ahnend, dass ihr Ende naht,
an einem spätsommerlichen Septembertag.

Die Letzte ist sie, der Garnison,
hält tapfer und treu die Stellung –
blieb vom Sterben bisher verschont,
bringt völlig unbeschwert ihre Anmut zur Geltung.

Übermütig, kerzengerade –
schweift ihr Blick in alle Richtung,
keine andere Schönheit ist zu sehen …
egal, wohin sie sich auch dreht.

Steht zwischen Grün auf ihrem Posten,
nur ihr Kleid sticht rosa ab –
fällt sofort ins Auge,
längst hat der Gegner sie ausgemacht …
verliert an Kraft, verliert die Schlacht –
Herbst ergreift die Macht.

Quelle: Soléa P.
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Interne Verweise

Kommentare

09. Sep 2018

Vielleicht war "Sie" des Lebens müd,
hat willig sich ergeben,
den Samen hat der Wind verweht,
aus "Ihr" wird neues Leben.

Liebe Grüße, Susanna

09. Sep 2018

Womöglich war sie nur vom Sommer erschöpft –
doch kein Herbst oder Macht ihr Leben völlig auslöscht …

Danke für deinen schönen Kommentar, liebe Susanna und liebe Grüße
Soléa

09. Sep 2018

Dein leicht melancholisches Herbstgedicht gefällt mir, Soléa, einsame Stockrose oder Alcea Rosea, sie weiß nichts vom Herbst, vom nahen Tod, das hat sie den Menschen voraus …

liebe Grüße Marie

09. Sep 2018

Danke, Marie für deinen Kommentar,
auch ein „Lesenswert“ war ja da,
ich es auf meiner E-Mail – Adresse sah
doch frage mich, was wohl damit geschah …

Liebe Grüße
Soléa

09. Sep 2018

... auch Dein "lesenswert" vermisse ich sehr,
Du liest wohl meine Gedichte nicht mehr ...

09. Sep 2018

Doch, natürlich Marie, gerne, auch gewissenhaft –
Und ist mein "lesenswert" geklickt, behält's auch seinen Platz …

Liebe Abendgrüße zu dir
Soléa

09. Sep 2018

Verewigt ward sie - per Gedicht!
Auch dieses Bild von ihr besticht!

LG Axel

09. Sep 2018

O „Sie“ stand so ganz allein –
beim Anblick hat mein Herz geweint …

Liebe Grüße
Soléa

09. Sep 2018

Der Herbst schaufelt das Grab der schönen Rose ...
Im Wald bedecken Tannennadeln bald die schüttren Moose.
Noch steht die eine Rose, die Soléa meint, voll Anmut hier am Rain ...
und blüht und blüht ... Das nennt man: Glücklichsein.

Schönes Gedicht, liebe Soléa, zum passenden Foto.

Liebe Grüße,
Annelie

09. Sep 2018

Ja, Annelie, „Sie“ stand mir vor den Füßen, auch heute noch, aber nicht mehr ganz so anmutig.

Liebe Grüße in deinen Sonntag
Soléa

Thüringerin Erfurt
16. Sep 2018

Liebe Solea,

das Gedicht errinnert mich an die Rhön . Auch dort kann man so schöne Blumen sehen,die einsam auf der Wiese stehen . Der Herbst steht auf der Leiter und malt die Blätter an. Es wird auch immmer bunter, dann fallen die Blätter runter das Blümlein ist verdeckt und wartet bis zum Frühjahr wenn es dann die ersten Sonnenstrahlen wieder weckt.

Liebe Grüße Ilona

17. Sep 2018

… dem ist absolut nichts hinzuzufügen, liebe Ilona.

Hab einen schönen Abend und liebe Grüße an dich und deinen Mann
Soléa