Herbstbeginn

von Sigrid Hartmann
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Ade du schöne Sommerzeit,
mit Nebel, feucht und kalt,
macht langsam sich der Herbst bereit,
färbt bunt uns unseren Wald.

Noch trägt der froh sein grünes Laub,
doch sieht man sie schon sitzen,
die Maler, die mit Farbenstaub
verwandeln seine Spitzen.

In Rot und Gold leuchtet er weit,
bevor die Blätter sinken,
dann trägt er bald ein weißes Kleid,
in dem Kristalle blinken.

Doch ist sie jetzt noch grün die Welt,
das Weiße, das dort blitzt,
ist Nebel, der in Rain und Feld
im Spinnennetze sitzt.

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Kommentare

11. Okt 2016

Habe heute doch noch ein paar Sonnenstrahlen eingefangen ....Sind die Maler nicht eigentlich die Mönche, die sich Zurückziehende, Wartende und Sich Bereitende? LG! Jürgen

11. Okt 2016

Tolle Wortwahl, um den Herbst zu beschreiben!!!
Herzlichen Dank dafür
und liebe Grüße
von Kerstin

19. Okt 2016

Was für eine zauberhafte Stimmung du da mit Text und Bild kreiert hast ...

26. Aug 2018

Ein Abschiedsgedicht - mit Nebel und viel Charme;
man fühlt es deutlicher denn je: der Sommer fällt
dem Herbst bald in den Arm.

Liebe Grüße,
Annelie