Nachteinsamkeit

von Robert K. Staege
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Auf den Feldern herrscht nun Leere,
stumm steh‘n Flur und Bach und Steg.
Durch die grauen Wolkenmeere
sucht der Mond sich seinen Weg.

Eingeschmiegt in Morpheus‘ Armen
liegt die Welt in sanfter Ruh.
Uns zeigt Hypnos kein Erbarmen,
schlaflos, Mond, sind ich und Du.

Rastlos ziehen wir nun beide
durch die Nacht, sind wie im Wahn,
ich in meinem Liebesleide,
Du an Deiner Himmelsbahn.

Und zeigt Eos sich am Morgen
schön mit erstem, zartem Rot,
bist am Himmel Du geborgen, -
mich umfängt auch tags die Not.

Geschrieben am 11. November 2017

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