Wir verlieren uns

von Alf Glocker
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Der Wahnsinn greift in einer Weise
derart rasant um sich, daß man schon meint,
es sei doch ganz gesund, perfekt zu spinnen.
Wir fahren konsequent in Einbahngleise,
wo wir mit ihm, dem Wahnsinn, froh vereint,
das letzte dumme Lebenswerk beginnen.

Wir lachen über Dinge, die nicht passen,
in eine Welt, in der bald jeder grunzt.
Erkennen wir die Schweine nicht im Freien?
Man lernt sich selber nur zu hassen,
und wer normal ist, der ist auch verhunzt -
sind das denn schon die höheren Weihen?

Den Schemata zu folgen, die da glänzen,
im schizophrenen Schein des Untergangs,
das tröstet nicht, das zeigt nur Wege auf -
die wir auch fälschlich noch ergänzen,
mit den perversen Regeln eines Zwangs,
der leidig vortäuscht: den ersehnten Lebenslauf.

So soll es wirken, damit wir nicht bemerken,
wie eklig sorgsam wir mit dem hantieren,
was eines Tages mit uns explodiert!
Der Lohn der blüht, nach all den guten Werken,
ist der, daß wir den Schrecken kompensieren -
der uns begleitet, wenn man sich verliert!

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Kommentare

14. Feb 2017

So lang die Zahl der Opfer übersichtlich bleibt,
herrscht Ordnung und Sauberkeit!

LG. Waldeck