Elegie ✓ traurige, klagende Themen in Elegien (Klagegedichte)

empfohlene Elegien
von Rainer Maria Rilke
von Rainer Maria Rilke
von Volker von Törne
die schönsten Elegien
von Susan Melville
von Susan Melville
Beitrag 1 - 35 von insgesamt 81 Texten in dieser Kategorie
von Susan Melville

Vergessen, verloren, allein.
So soll kein Leben sein.
"Das Leben ist doch schön."
Ich kann es nicht wirklich seh´n.

In tiefdunkler Herbstesnacht
hab ich an Dich gedacht.
Meines Schlafes beraubt,
weil ich…

von Susan Melville

Meine Flügel habe ich längst abgelegt,
Laub vergangener Gefühle weggefegt.
Ich will nicht mehr länger ein Engel sein,
das Leben war zu oft hart und gemein.

Frei von Zwängen und jeden Pflichten,
werd mich nun nach…

von Susan Melville

Still schweigt der Wald,
still schweigt meine Seele,
kein Laut der verhallt,
springt aus meiner Kehle.

Kein Ruf dringt heraus,
in ach so finsterer Nacht,
still ist was einst laut
und die Eule leise wacht…

von Annelie Kelch

Hell klang es gen Mitternacht zu mir her ...
Er, ein schwarzer Sklave, sang Davids Psalm -
kniend - zwischen Stein und Halm,
sang vom Sieg Israels, sang inhaltsschwer,
sang von Zion, hell und – frei.

In jener Stunde…

von Thomas Brod

Steigende neblige Schleier enthüllen langsam den Morgen.
Rauhreif begleitet den Herbst. Alles ist zugedeckt, schläft.
Schornsteine rauchen auf Dächern und machen den Himmel noch grauer.
Über den Wolken verdeckt - da lacht die…

von Thomas Brod

Hunderte Vögel in Schwärmen besingen die Reise gen Süden
Stare im Formationsflug, Schwalben und Drosseln im Pulk.
Riesige wabernde Wolken bemalen sehr wendig Himmel.
Pause auf Stromleitung kurz. Kraft tanken, abheben, fort.

von Susan Melville

Tristesse, im Hals dieser Kloß.
Oh ihr Leute, hört doch bloß
und schaut mit welcher Macht,
sie unsägliches Leiden schafft.

Es kratzt heftig in der Kehle,
es leidet noch mehr die Seele.
Das Herz es scheint zu…

von Susan Melville

Sag mir, wohin dein Weg dich führt,
wenn deine Seele nichts mehr spürt.
Wenn dein Herz langsam gefriert,
weil du alles verlierst.

Sag mir, wie lange wird der Weg sein,
den du nun gehst für dich allein.
Wenn…

von Susan Melville

Du hattest keine Freude mehr am Leben,
so habe ich dir heute die Freiheit gegeben.
Sanft schliefst du ein und gingst dann fort,
über die Regenbogenbrücke an die Himmmelspfort.

Deine Katzenmutter nimmt dich in Empfang,…

von Thomas Brod

Herbstliche böige Winde beflügeln die Blätter der Bäume.
Nie tanzen Blätter so schön! Raschelnd und flüsternd ihr Gehn.
Kreischende Laute vom Himmel - verkünden den Zug in die Ferne.
Bald wird es trostlos hier sein. Still und…

von Volker Harmgardt

Woher kam das Verräterische, die
orkangeheizte Stimmung zu uns.
Das Tränentuch lag bereit.
Bewegungen waren eingeschränkt,
bizarr gestoppt, vierundzwanzig Stunden
im Traumspiel geschauspielert, in der Rolle

von Susan Melville

Es zehrt an den Kräften,
nicht nur körperlich,
es zehrt an der Seele,
doch du tust deine Pflicht.

Du kennst im Alltag
nur noch das Strebertum,
vergisst die Freunde,
hast eine Menge zu tun.

Müde…

von Thomas Brod

Rotkelchen zeigt sich berauschend - betörendes Vöglein am Morgen.
Prächtig die Färbung der Brust, rundlich und schöne Figur.
Auf langen, rosanen Beinen sucht’s zielstrebig hungrig nach Futter.
„Da ist mein Ziel!“, denkt es sich…

von Thomas Brod

Voll ist der nächtliche Himmel mit leuchtender Luna und Sternen.
Blinzelt ein schlafloses Kind – blickt aus dem Fenster und denkt,
„Schafe erblicke ich hier nicht, wie zählen Erwachsene sie denn?“
„Das ist nicht schwer“ sage ich…

von Uwe Kraus

der gedanke steinweit
im hirnsilo
doch weit die sehnsucht
der gang zu dir auf ebenem grunde –
ja die wunde,
sie heilt sehr langsam
gräbt sich nach oben in die flucht ...
ich führe dich im stillen metrum.…

von Alfred Mertens

Der Herbst hat sich jetzt eingestellt,
die bunten Farben eine Pracht,
der Schein der Sinne auf sie fällt,
kein Wunder, wenn die Sonne lacht.

Der Rausch, der Blätter auf den Wegen,
und ganz besonders, die im Wald,…

von Volker von Törne

Dörfer, windschief im Regen
Wiesen im Weidenlicht
Die sanfte Schönheit
Der Mädchen am Abend
Überm Zaun des Flieders
Duftender Schnee

Land, ausgelöscht
Aus allen Atlanten
Verbrannte Erde, Asche…

von Alfred Mertens

Es kommen wirklich bittere Jahre,
auf die wir uns jetzt einstellen müssen.
Und nicht, wie ich es selbst erfahre
um meine Vorahnung früh zu küssen.

Denn mein Gefühl hat mich noch nie betrogen,
ich habe so Vieles…

von Johann Seidl

Häväl – der Windhauch geht
“der dir den Mut wie eine junge Weide
bis an den Rand des Lebens biegt”

Steine Sand und Staub

bist du, nur „Schatten und Wind“
Am Narrenschiff der blinde Passagier
Taglilie nur im…

von Wolfgang Tietze

Im Weichzeichner sich verhüllendes Licht
Schrödingers Katze bettet sich auf den Arm von Heinrich Campendonk. Sie ist eine Sphynx. Sie schläft in den lichten Farben.
Ein unbekanntes „Yves-Klein Blau“ im verschlosseen Acryl
trifft…

von Peter Stampfer

Tausende Schritte ziellos gegangen
hilflos im Netz der Sehnsucht verfangen
unberührt Eide und Herzen gebrochen
den Duft der Wahrheit nur selten gerochen

Tausende Gedanken sorglos gedacht
aus Erlebtem nie Erfahrung…

von Rainer Maria Rilke

Eines ist, die Geliebte zu singen. Ein anderes, wehe,
jenen verborgenen schuldigen Fluß-Gott des Bluts.
Den sie von weitem erkennt, ihren Jüngling, was weiß er
selbst von dem Herren der Lust, der aus dem Einsamen oft,
ehe…

von Walter W Hölbling

ich erwache
mein arm
findet dich nicht

ein leeres kissen

du bist gegangen

von Alfred Mertens

Es ist nicht mehr das Ziel, das man ansteuert. Es ist ein
einsamer, steiniger Weg,
auf den es sich nicht mehr lohnt zurück zu schauen.,
Weil man sich dabei den Nacken verrenkt.
und nur noch herum irrt, ohne Kompass

von Alfred Mertens

Tränen Ergüsse, der leidenden Seele,
sie drücken die Freude aus und auch das Leid.
Lasse sie rinnen, und was ich empfehle,
sie dienen dir nicht nur als Trauerkleid !

Wie oft schon, sind sie dir dabei geflossen,
und…

von Alf Glocker

Der Wahnsinn greift in einer Weise
derart rasant um sich, daß man schon meint,
es sei doch ganz gesund, perfekt zu spinnen.
Wir fahren konsequent in Einbahngleise,
wo wir mit ihm, dem Wahnsinn, froh vereint,
das…

von Peter Stampfer

Ein Rätsel und sehr schwierig noch dazu
Zwei Paranoiker auf der Suche nach dem Wir
Zwei Solipsismen kreuzen sich – verschmelzen
Verdichten sich, ein neues Universum entsteht
Peripetie zwischen gespreizten Schenkeln

von Klaus Mattes

Ein irdener Krug
Weither vom dorischen Brunnen gebrochen
Ergoss Schale um Schale sich, sprudelnd, glucksend unter Schakale
Bis zuletzt sein Herz ward gesprenget und er
Des Traumes, des lang gehegten
Gerissen und…

von Johannes Müller-Viezens

Du, Raubtier, lauertest am Fenster,
Ich, Gedankenloser, lies es dir offen,
Dir Fänger der Nacht mit scharfen Krallen.
Sie, Nachtschatten, liegt nun sterbend
Unten in der alten Birke.

Meine Dummheit ist´s,…

von Alfred Mertens

Wir leben alle einsam und verschwiegen
das Herz erreicht nicht jeden der es fühlt
es kann nicht nur an einem Menschen liegen
wenn seine Seele unterkühlt

So leben wir im Stillen weiter
in grenzenloser Einsamkeit…

von Pawel Markiewicz

Sein Heimat-Dörfchen schien engelsniedlich zu sein.
In Köln gibt es sein liebliches Grab
geschmückt mit Veilchen von einer
Schülerin von damals,
als er in der Schule tätig war.
Man erinnert sich an die Industriezeit…

von Robert K. Staege

Der Abend färbt des Himmels Blau in Röte,
und Wolken ziehen langsam übers Meer.
Ein fröhlich Lied klingt her von einer Flöte,
dabei ist mir mein Herze, ach, so schwer ...

Denn ohne Dich erstrahlt in allen Dingen

von Wolfgang Tietze

Am Anfang der Zeit raubst Du den Spiegel der lotusbluete

von Elmar Vogel

Dies ist der Sommer, der die Frucht ersterben lässt
weit wirft er seine Lohe in den Herbst hinein
wenn auch der Schnitter eilig noch zur Ernte bläst
Entbehrung wird des Winters Antlitz sein.

Und doch sind Kummer und…

von Alfred Mertens

Die Welt ist heute nur verkehrt,
verrückt, beglückt, entzückt, begehrt,
nur der Triumph lässt auf sich warten,
wir haben wirklich schlechte Karten !
Doch nur das Hoffen, macht uns Mut,
uns allen, auch dem Tunichtgut…

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