Elegie ✓ traurige, klagende Themen in Elegien (Klagegedichte)

empfohlene Elegien
von Rainer Maria Rilke
von Volker von Törne
von Rainer Maria Rilke
neue Elegien
von * noé *
3
von A. d. Tiefe
von Alfred Mertens
die schönsten Elegien
von Susan Melville
von Susan Melville
Beitrag 1 - 35 von insgesamt 58 Texten in dieser Kategorie
von Annelie Kelch

Hell klang es gen Mitternacht zu mir her ...
Er, ein schwarzer Sklave, sang Davids Psalm -
kniend - zwischen Stein und Halm,
sang vom Sieg Israels, sang inhaltsschwer,
sang von Zion, hell und – frei.

In jener Stunde…

von Susan Melville

Sag mir, wohin dein Weg dich führt,
wenn deine Seele nichts mehr spürt.
Wenn dein Herz langsam gefriert,
weil du alles verlierst.

Sag mir, wie lange wird der Weg sein,
den du nun gehst für dich allein.
Wenn…

von Susan Melville

Du hattest keine Freude mehr am Leben,
so habe ich dir heute die Freiheit gegeben.
Sanft schliefst du ein und gingst dann fort,
über die Regenbogenbrücke an die Himmmelspfort.

Deine Katzenmutter nimmt dich in Empfang,…

von Volker Harmgardt

Woher kam das Verräterische, die
orkangeheizte Stimmung zu uns.
Das Tränentuch lag bereit.
Bewegungen waren eingeschränkt,
bizarr gestoppt, vierundzwanzig Stunden
im Traumspiel geschauspielert, in der Rolle

von Johann Seidl

Häväl – der Windhauch geht
“der dir den Mut wie eine junge Weide
bis an den Rand des Lebens biegt”

Steine Sand und Staub

bist du, nur „Schatten und Wind“
Am Narrenschiff der blinde Passagier
Taglilie nur im…

von Susan Melville

Spei mich aus deinem Schlund,
der todesähnlichen Gier.
Lass mich liegen waidwund,
bis ich schließlich krepier.

Suhl dich im roten Meer,
reiß mir doch heraus das Herz.
Trink von deinem Begehr,
labe dich…

von Susan Melville

Ich fragte zu allen Zeiten,
was ist des Lebens Sinn?
Wer wird mich noch begleiten,
wenn ich gebrechlich bin?

Der Atem schwer und kein Funkeln,
und still noch ein Gebet;
so sitze ich hier im Dunkeln,
bis…

von Susan Melville

Es zehrt an den Kräften,
nicht nur körperlich,
es zehrt an der Seele,
doch du tust deine Pflicht.

Du kennst im Alltag
nur noch das Strebertum,
vergisst die Freunde,
hast eine Menge zu tun.

Müde…

von Alfred Mertens

Der Herbst hat sich jetzt eingestellt,
die bunten Farben eine Pracht,
der Schein der Sinne auf sie fällt,
kein Wunder, wenn die Sonne lacht.

Der Rausch, der Blätter auf den Wegen,
und ganz besonders, die im Wald,…

von Volker von Törne

Dörfer, windschief im Regen
Wiesen im Weidenlicht
Die sanfte Schönheit
Der Mädchen am Abend
Überm Zaun des Flieders
Duftender Schnee

Land, ausgelöscht
Aus allen Atlanten
Verbrannte Erde, Asche…

von Alf Glocker

Der Wahnsinn greift in einer Weise
derart rasant um sich, daß man schon meint,
es sei doch ganz gesund, perfekt zu spinnen.
Wir fahren konsequent in Einbahngleise,
wo wir mit ihm, dem Wahnsinn, froh vereint,
das…

von Alfred Mertens

Es kommen wirklich bittere Jahre,
auf die wir uns jetzt einstellen müssen.
Und nicht, wie ich es selbst erfahre
um meine Vorahnung früh zu küssen.

Denn mein Gefühl hat mich noch nie betrogen,
ich habe so Vieles…

von Robert K. Staege

Der Abend färbt des Himmels Blau in Röte,
und Wolken ziehen langsam übers Meer.
Ein fröhlich Lied klingt her von einer Flöte,
dabei ist mir mein Herze, ach, so schwer ...

Denn ohne Dich erstrahlt in allen Dingen

von Alfred Mertens

Es ist nicht mehr das Ziel, das man ansteuert. Es ist ein
einsamer, steiniger Weg,
auf den es sich nicht mehr lohnt zurück zu schauen.,
Weil man sich dabei den Nacken verrenkt.
und nur noch herum irrt, ohne Kompass

von Alfred Mertens

Tränen Ergüsse, der leidenden Seele,
sie drücken die Freude aus und auch das Leid.
Lasse sie rinnen, und was ich empfehle,
sie dienen dir nicht nur als Trauerkleid !

Wie oft schon, sind sie dir dabei geflossen,
und…

von Susan Melville

Jede Weihnachten erinnere ich mich,
an vergangene die schon lange her
und jede Weihnachten träume ich,
von den Tagen, die ich liebte sehr.

Jede Weihnachten erinnere ich mich,
an deinen ach so lieblichen Duft

von Johannes Müller-Viezens

Du, Raubtier, lauertest am Fenster,
Ich, Gedankenloser, lies es dir offen,
Dir Fänger der Nacht mit scharfen Krallen.
Sie, Nachtschatten, liegt nun sterbend
Unten in der alten Birke.

Meine Dummheit ist´s,…

von Alfred Mertens

Wir leben alle einsam und verschwiegen
das Herz erreicht nicht jeden der es fühlt
es kann nicht nur an einem Menschen liegen
wenn seine Seele unterkühlt

So leben wir im Stillen weiter
in grenzenloser Einsamkeit…

von Rainer Maria Rilke

Eines ist, die Geliebte zu singen. Ein anderes, wehe,
jenen verborgenen schuldigen Fluß-Gott des Bluts.
Den sie von weitem erkennt, ihren Jüngling, was weiß er
selbst von dem Herren der Lust, der aus dem Einsamen oft,
ehe…

von Alfred Mertens

Die Welt ist heute nur verkehrt,
verrückt, beglückt, entzückt, begehrt,
nur der Triumph lässt auf sich warten,
wir haben wirklich schlechte Karten !
Doch nur das Hoffen, macht uns Mut,
uns allen, auch dem Tunichtgut…

von Alfred Mertens

Es gibt nichts Schlimmeres im Leben,
wenn eine Liebe mal zerbricht !
Nach dem wir eigentlich nicht gern streben,
doch leider schaffen wir das nicht.

Wir sind am Anfang äußerst glücklich,
wenn uns die Liebe so…

von Charlotte von Ahlefeld

Wandelnd im Schimmer des Mondes, und tief in Gedanken versunken,
Führt mich der ländliche Pfad über das schweigende Feld,
Und in der Stille des Abends, die mich balsamisch umsäuselt,
Nahet dem sehnenden Geist mancher Erinnerung…

von Rainer Maria Rilke

Wer, wenn ich schriee, hörte mich denn aus der Engel
Ordnungen? und gesetzt selbst, es nähme
einer mich plötzlich ans Herz: ich verginge von seinem
stärkeren Dasein. Denn das Schöne ist nichts
als des Schrecklichen Anfang…

von Rainer Maria Rilke

Feigenbaum, seit wie lange schon ists mir bedeutend,
wie du die Blüte beinah ganz überschlägst
und hinein in die zeitig entschlossene Frucht,
ungerühmt, drängst dein reines Geheimnis.
Wie der Fontäne Rohr treibt dein…

von Rainer Maria Rilke

Daß ich dereinst, an dem Ausgang der grimmigen Einsicht,
Jubel und Ruhm aufsinge zustimmenden Engeln.
Daß von den klar geschlagenen Hämmern des Herzens
keiner versage an weichen, zweifelnden oder
reißenden Saiten. Daß mich…

von Rainer Maria Rilke

O Bäume Lebens, o wann winterlich?
Wir sind nicht einig. Sind nicht wie die Zug-
vögel verständigt. Überholt und spät,
so drängen wir uns plötzlich Winden auf
und fallen ein auf teilnahmslosen Teich.
Blühn und…

von Alfred Mertens

Es gibt nichts Schlimmeres im Leben,
wenn eine Liebe mal zerbricht !
Nach dem wir eigentlich nicht gerne streben,
doch leider schaffen wir das nicht.

Wir sind am Anfang äußerst glücklich,
wenn uns die Liebe so…

von Rainer Maria Rilke

Rudolf Kassner zugeeignet

Mit allen Augen sieht die Kreatur
das Offene. Nur unsre Augen sind
wie umgekehrt und ganz um sie gestellt
als Fallen, rings um ihren freien Ausgang.
Was draußen ist, wir wissens aus des…

von Alfred Mertens

Ein letztes Mal seh ich das Blatt,
wie welkend sich die Blüte zeigt
wenn schmerzend sie gelitten hat
und flehend nach der Dämmerung greift.

Nun steht er kahl, der dorre Strauch
und seine Seele schauert
vom…

von Alfred Mertens

Ich dachte an Rosen
fühlte mich schuldig.
Beate, wie liebte sie Rosen
doch als sie starb,

erreichte mich keine Nachricht.
Jetzt schmücke ich ihr Grab,
mit den Blumen, die sie so gern mochte
Und verdrücke…

von Rainer Maria Rilke

Jeder Engel ist schrecklich. Und dennoch, weh mir,
ansing ich euch, fast tödliche Vögel der Seele,
wissend um euch. Wohin sind die Tage Tobiae,
da der Strahlendsten einer stand an der einfachen Haustür,
zur Reise ein wenig…

von Rainer Maria Rilke

Werbung nicht mehr, nicht Werbung, entwachsene Stimme,
sei deines Schreies Natur; zwar schrieest du rein wie der Vogel,
wenn ihn die Jahreszeit aufhebt, die steigende, beinah vergessend,
daß er ein kümmerndes Tier und nicht nur…

von Alfred Mertens

Der Herbst lässt seine Blätter fallen
und mit erschreckender Gebärde,
aus allen Himmeln dieser Einsamkeit
um zu erneuern sie auf dieser Erde,

drum ist der Tod auch stets bereit
als Helfer uns im Schein der Trauer…

von Alfred Mertens

Kaum ist der Eid dabei gesprochen,
da geht der Mob im Straßenkampf.
als hätte ich vorher, es gerochen,
er macht dem Tod so richtig Dampf.
Da wird geplündert und geraubt,
die Autos massenweise angezündet.
Ob man…

von Walter W Hölbling

morgens ist es abend schon
tag dazwischen flog davon
kam zu spät und ging zu früh
sonne sah den himmel nie
himmel stand in steter nacht
bin mein ganzes leben nie
wirklich aufgewacht

* * *

Seiten