Elegie ✓ traurige, klagende Themen in Elegien (Klagegedichte)

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Beitrag 1 - 35 von insgesamt 72 Texten in dieser Kategorie
von Susan Melville

Vergessen, verloren, allein.
So soll kein Leben sein.
"Das Leben ist doch schön."
Ich kann es nicht wirklich seh´n.

In tiefdunkler Herbstesnacht
hab ich an Dich gedacht.
Meines Schlafes beraubt,
weil ich…

von Susan Melville

Still schweigt der Wald,
still schweigt meine Seele,
kein Laut der verhallt,
springt aus meiner Kehle.

Kein Ruf dringt heraus,
in ach so finsterer Nacht,
still ist was einst laut
und die Eule leise wacht…

von Annelie Kelch

Hell klang es gen Mitternacht zu mir her ...
Er, ein schwarzer Sklave, sang Davids Psalm -
kniend - zwischen Stein und Halm,
sang vom Sieg Israels, sang inhaltsschwer,
sang von Zion, hell und – frei.

In jener Stunde…

von Susan Melville

Tristesse, im Hals dieser Kloß.
Oh ihr Leute, hört doch bloß
und schaut mit welcher Macht,
sie unsägliches Leiden schafft.

Es kratzt heftig in der Kehle,
es leidet noch mehr die Seele.
Das Herz es scheint zu…

von Volker Harmgardt

Woher kam das Verräterische, die
orkangeheizte Stimmung zu uns.
Das Tränentuch lag bereit.
Bewegungen waren eingeschränkt,
bizarr gestoppt, vierundzwanzig Stunden
im Traumspiel geschauspielert, in der Rolle

von Susan Melville

Du hattest keine Freude mehr am Leben,
so habe ich dir heute die Freiheit gegeben.
Sanft schliefst du ein und gingst dann fort,
über die Regenbogenbrücke an die Himmmelspfort.

Deine Katzenmutter nimmt dich in Empfang,…

von Susan Melville

Es zehrt an den Kräften,
nicht nur körperlich,
es zehrt an der Seele,
doch du tust deine Pflicht.

Du kennst im Alltag
nur noch das Strebertum,
vergisst die Freunde,
hast eine Menge zu tun.

Müde…

von Susan Melville

Sag mir, wohin dein Weg dich führt,
wenn deine Seele nichts mehr spürt.
Wenn dein Herz langsam gefriert,
weil du alles verlierst.

Sag mir, wie lange wird der Weg sein,
den du nun gehst für dich allein.
Wenn…

von Thomas Brod

Voll ist der nächtliche Himmel mit leuchtender Luna und Sternen.
Blinzelt ein schlafloses Kind – blickt aus dem Fenster und denkt,
„Schafe erblicke ich hier nicht, wie zählen Erwachsene sie denn?“
„Das ist nicht schwer“ sage ich…

von Thomas Brod

Rotkelchen zeigt sich berauschend - betörendes Vöglein am Morgen.
Prächtig die Färbung der Brust, rundlich und schöne Figur.
Auf langen, rosanen Beinen sucht’s zielstrebig hungrig nach Futter.
„Da ist mein Ziel!“, denkt es sich…

von Alfred Mertens

Der Herbst hat sich jetzt eingestellt,
die bunten Farben eine Pracht,
der Schein der Sinne auf sie fällt,
kein Wunder, wenn die Sonne lacht.

Der Rausch, der Blätter auf den Wegen,
und ganz besonders, die im Wald,…

von Volker von Törne

Dörfer, windschief im Regen
Wiesen im Weidenlicht
Die sanfte Schönheit
Der Mädchen am Abend
Überm Zaun des Flieders
Duftender Schnee

Land, ausgelöscht
Aus allen Atlanten
Verbrannte Erde, Asche…

von Alfred Mertens

Es kommen wirklich bittere Jahre,
auf die wir uns jetzt einstellen müssen.
Und nicht, wie ich es selbst erfahre
um meine Vorahnung früh zu küssen.

Denn mein Gefühl hat mich noch nie betrogen,
ich habe so Vieles…

von Johann Seidl

Häväl – der Windhauch geht
“der dir den Mut wie eine junge Weide
bis an den Rand des Lebens biegt”

Steine Sand und Staub

bist du, nur „Schatten und Wind“
Am Narrenschiff der blinde Passagier
Taglilie nur im…

von Wolfgang Tietze

Im Weichzeichner sich verhüllendes Licht
Schrödingers Katze bettet sich auf den Arm von Heinrich Campendonk. Sie ist eine Sphynx. Sie schläft in den lichten Farben.
Ein unbekanntes „Yves-Klein Blau“ im verschlosseen Acryl
trifft…

von Thomas Brod

Herbstliche böige Winde beflügeln die Blätter der Bäume.
Nie tanzen Blätter so schön! Raschelnd und flüsternd ihr Gehn.
Kreischende Laute vom Himmel - verkünden den Zug in die Ferne.
Bald wird es trostlos hier sein. Still und…

von Alfred Mertens

Es ist nicht mehr das Ziel, das man ansteuert. Es ist ein
einsamer, steiniger Weg,
auf den es sich nicht mehr lohnt zurück zu schauen.,
Weil man sich dabei den Nacken verrenkt.
und nur noch herum irrt, ohne Kompass

von Peter Stampfer

Ein Rätsel und sehr schwierig noch dazu
Zwei Paranoiker auf der Suche nach dem Wir
Zwei Solipsismen kreuzen sich – verschmelzen
Verdichten sich, ein neues Universum entsteht
Peripetie zwischen gespreizten Schenkeln

von Rainer Maria Rilke

Feigenbaum, seit wie lange schon ists mir bedeutend,
wie du die Blüte beinah ganz überschlägst
und hinein in die zeitig entschlossene Frucht,
ungerühmt, drängst dein reines Geheimnis.
Wie der Fontäne Rohr treibt dein…

von Alfred Mertens

Tränen Ergüsse, der leidenden Seele,
sie drücken die Freude aus und auch das Leid.
Lasse sie rinnen, und was ich empfehle,
sie dienen dir nicht nur als Trauerkleid !

Wie oft schon, sind sie dir dabei geflossen,
und…

von Peter Stampfer

Tausende Schritte ziellos gegangen
hilflos im Netz der Sehnsucht verfangen
unberührt Eide und Herzen gebrochen
den Duft der Wahrheit nur selten gerochen

Tausende Gedanken sorglos gedacht
aus Erlebtem nie Erfahrung…

von Rainer Maria Rilke

Daß ich dereinst, an dem Ausgang der grimmigen Einsicht,
Jubel und Ruhm aufsinge zustimmenden Engeln.
Daß von den klar geschlagenen Hämmern des Herzens
keiner versage an weichen, zweifelnden oder
reißenden Saiten. Daß mich…

von Alf Glocker

Der Wahnsinn greift in einer Weise
derart rasant um sich, daß man schon meint,
es sei doch ganz gesund, perfekt zu spinnen.
Wir fahren konsequent in Einbahngleise,
wo wir mit ihm, dem Wahnsinn, froh vereint,
das…

von Walter W Hölbling

ich erwache
mein arm
findet dich nicht

ein leeres kissen

du bist gegangen

von Rainer Maria Rilke

O Bäume Lebens, o wann winterlich?
Wir sind nicht einig. Sind nicht wie die Zug-
vögel verständigt. Überholt und spät,
so drängen wir uns plötzlich Winden auf
und fallen ein auf teilnahmslosen Teich.
Blühn und…

von Johannes Müller-Viezens

Du, Raubtier, lauertest am Fenster,
Ich, Gedankenloser, lies es dir offen,
Dir Fänger der Nacht mit scharfen Krallen.
Sie, Nachtschatten, liegt nun sterbend
Unten in der alten Birke.

Meine Dummheit ist´s,…

von Robert K. Staege

Der Abend färbt des Himmels Blau in Röte,
und Wolken ziehen langsam übers Meer.
Ein fröhlich Lied klingt her von einer Flöte,
dabei ist mir mein Herze, ach, so schwer ...

Denn ohne Dich erstrahlt in allen Dingen

von Rainer Maria Rilke

Eines ist, die Geliebte zu singen. Ein anderes, wehe,
jenen verborgenen schuldigen Fluß-Gott des Bluts.
Den sie von weitem erkennt, ihren Jüngling, was weiß er
selbst von dem Herren der Lust, der aus dem Einsamen oft,
ehe…

von Charlotte von Ahlefeld

Wandelnd im Schimmer des Mondes, und tief in Gedanken versunken,
Führt mich der ländliche Pfad über das schweigende Feld,
Und in der Stille des Abends, die mich balsamisch umsäuselt,
Nahet dem sehnenden Geist mancher Erinnerung…

von Alfred Mertens

Die Welt ist heute nur verkehrt,
verrückt, beglückt, entzückt, begehrt,
nur der Triumph lässt auf sich warten,
wir haben wirklich schlechte Karten !
Doch nur das Hoffen, macht uns Mut,
uns allen, auch dem Tunichtgut…

von Rainer Maria Rilke

Werbung nicht mehr, nicht Werbung, entwachsene Stimme,
sei deines Schreies Natur; zwar schrieest du rein wie der Vogel,
wenn ihn die Jahreszeit aufhebt, die steigende, beinah vergessend,
daß er ein kümmerndes Tier und nicht nur…

von Rainer Maria Rilke

Wer, wenn ich schriee, hörte mich denn aus der Engel
Ordnungen? und gesetzt selbst, es nähme
einer mich plötzlich ans Herz: ich verginge von seinem
stärkeren Dasein. Denn das Schöne ist nichts
als des Schrecklichen Anfang…

von Walter W Hölbling

morgens ist es abend schon
tag dazwischen flog davon
kam zu spät und ging zu früh
sonne sah den himmel nie
himmel stand in steter nacht
bin mein ganzes leben nie
wirklich aufgewacht

* * *

von Alfred Mertens

Wir leben alle einsam und verschwiegen
das Herz erreicht nicht jeden der es fühlt
es kann nicht nur an einem Menschen liegen
wenn seine Seele unterkühlt

So leben wir im Stillen weiter
in grenzenloser Einsamkeit…

von Peter Stampfer

Das Herz schon lange kalt und leer
auf müden Schultern lastet schwer
einstmals Getanes, für immer Versäumtes
in gieriger Maßlosigkeit Erträumtes

Sehnsucht und Hoffnung gehen verloren
in einer Welt, kalt – aus Angst…

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