Hoffnung

Bild von Soléa
Bibliothek, Mitglied

Der Tod kriecht hörbar aus dem Mund
zu leisen Worten formt er sich
der Körper ist nicht mehr gesund
die Wangen blass, alle Farbe wich.

Traurig spricht er übers Ende
Hoffnung macht dem Glauben Platz
erzählt vom Kampf und ersehnter Wende
sein aller letzter Trumpf und Schatz.

Aus trüben Augen kullern Tränen
instinktiv fühlt er was kommen wird
tut sich schon lange dafür nicht mehr schämen
und wünscht nur innig, dass er sich irrt...

Noch einmal versuchen das Blatt zu drehen
das Leben ist es immer Wert
um am Ende vom Tunnel Licht zu sehen
tapfer bis zum Tode er sich wehrt.

Zeichnung © Lupine
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Kommentare

15. Jul 2017

Liebe Soléa, so wird es wohl uns allen einmal gehen. Solange man noch Kraft hat, wehrt man sich dagegen, aber wenn Schmerz und Überdrüssigkeit überwiegen, gibt man auf - und sich dem Tod in die Hände. Mögest du noch lange, lange leben.

Liebe Wochenendgrüße,
Annelie

15. Jul 2017

Ja, ein langes und gesundes Leben wäre schön, liebe Annelie! Wünschenswert für Dich und alle.
Ich finde es nur so schlimm, wenn der Körper nicht mehr kann, aber der "Kopf" noch will und sich chancenlos wehrt...
Auch bei mir ist der Tod immer präsent, ähnlich wie von Die über Michelangelo erwähnt. Als Sorge, Trauer, durch die Medien oder aus Angst.

Liebe Grüße in Deinen Abend
Soléa

15. Jul 2017

Traurig - aber nicht abzuwenden und das Schicksal von uns allen. Früher oder später. Nicht verdrängen, daran denken. Dann lebt es sich leichter.

Liebe Grüße - Marie

15. Jul 2017

So denke ich auch, Marie! Der Tod gehört bekanntlich zum Leben und auch ihm sollte man Beachtung schenken.
Nur, wenn er dann doch anklopft, ist es vielleicht gerade nicht recht.

Liebe Grüße
Soléa

15. Jul 2017

Ganz merkwürdig, Marie, das habe ich erst gestern gelesen. Und weißt du, wer das mit dem Nichtverdrängen gesagt hat: Michelangelo. Er hat es so formuliert: "Kein Gedanke wächst in mir, in dem nicht der Tod eingemeißelt wäre."

Liebe Grüße.
Annelie