Windes Lied

von Robert K. Staege
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Aus grauer Wolke sprüht der Regen
auf trister Bäume kahle Äste,
auf allen Triften, auf den Wegen
vermodern brauner Blätter Reste.

Der Nebel retuschiert die Weiden,
wie Fahnen winkt‘s vom nahen Riede,
und leis‘ wird übertönt das Leiden
von Zephyrs herbstlich trautem Liede.

Er singt uns zart, wie in den Landen
von Baum und Strauch und See und Heide,
die Farben wie ersterbend schwanden,
und kehrten heim im Lenzeskleide.

Geschrieben am 14. November 2017

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