Querende

von Ralf Risse
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Tropfen queren noch und wieder
schaffen Welten , waschen aus.
Singen trommelnd Gassenhauer,
tilgen Stäube, bilden Staus.

Tropfen queren Meer um Meere
schieben Schichten, unentwegt.
Energie auf Wanderschaft . . .
Wehe, wenn der Kreis sich legt.

Tropfen queren Blatt und Tang
dampfen durch die Atmosphäre . . .
Bleiben treu, trotz Sonnenwind.
Füllen, was sonst tote Leere.

Tropfen queren uns Gesichter,
lösen Masken falscher Falten . . .
Tränen - bis die Wahrheit frei.
Wasser, die Versprechen halten.

Tropfen queren Lieb und Leid
sammeln sich um doch zu teilen . . .
Ströme, in die wir versinken
nur um wieder zu enteilen.

Tropfen queren Sein und Schein
plätschern murmelnd ihre Sicht.
Unaufdringlich ihre Sprache,
unermesslich ihr Gewicht.

Tropfen queren dich und mich . . .
kennen keinen Unterschied.
Wir sind Kinder ihrer Macht,
bis die Zeit den Stöpsel zieht . . .

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Kommentare

23. Aug 2015

Alles fließt? Nein – alles tropft!
Ohne Tropfen wär’s VERStopft…

LG Axel