Wenn nichts mehr es gibt

Bild von Willi Grigor
Bibliothek, Mitglied

Durch sich verzehrende, glühende Sonnen
blühende Welten mit Leben entstehn.
Nach endloser Zeit, von Wandel umsponnen,
die Welten wie Staub im Dunkel verwehn.

Schöpfung, Zerstörung sind göttliche Launen,
Menschen sind darin den Göttern sehr gleich.
Nach ganz kurzer Zeit, nach Stolz und Bestaunen,
vernichten sie willig ihr eigenes Reich.

Gottheit und Menschheit, ein Zweiklang im Walten,
ehren die Liebe, verschenken die Not,
verbinden und lösen, trennen und spalten,
lassen verspüren die Lust und den Tod.

Friedlicher Einklang will erst sich entfalten,
wenn alle Sonnen im Raume verglüht.
Wenn nichts mehr es gibt, das könnte erkalten,
die schließliche Welt im Irgendwo blüht.

© Willi Grigor, 2016
Reflexionen und Gedanken

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Kommentare

16. Mär 2016

Freut mich sehr, dass es dir gefiel. Ein Sonett ist es ja nicht direkt dieses Gedicht, hat aber ein Thema, das meine Gedanken beschäftigt.
Grüsse nach Essen
Willi
(Muss an die früheren Reisen zu RWE denken, wenn Fortua D´dorf dort spielte)