Misstrauischer Hund!

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Das Unterschwellige zerreißt mich fast,
die Welt zeigt einen absurden Kontrast,
bin ohne Ruh und ohne Rast,
ach Gott, wie ich das hass.

Mein Kampfgeist kommt grad in die Mauser,
die schrillen Töne werden noch lauter,
und ich, ich werde langsam sauer –
baue mir eine innere Mauer.

Doch der Mörtel trocknet nicht,
alles instabil und auch nicht dicht,
durch manche Ritzen drückt sich Licht,
was mich in dem Fall wenig beglückt.

Ein misstrauischer Hund bin ich geworden,
mache, wie so oft, mir berechtigte Sorgen –
mag nicht denken mehr an morgen,
hätt ich doch nur keine Kinder geboren!

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Kommentare

15. Mär 2020

Bin traurig über deinen letzten Satz, liebe Soléa.
LG Uwe

16. Mär 2020

Ich auch, lieber Uwe und frag nicht wie. Aber,
„hätt ich doch nur keine Kinder geboren“
lägen sie in Abrams Schoß, sicher und geborgen …
Du weißt, denke ich, wie ich es meine!

Liebe Grüße
Soléa

17. Mär 2020

Ja, liebe Soléa, vorher schon wusste ich, was du meinst, bevor du schriebst. Ich kenne inzwischen Lupine und dich und das freut mich.
LG Uwe

17. Mär 2020

Ganz meinerseits, lieber Uwe und Lupines ihrer auch!

Liebe Grüße und passt ALLE gut auf euch und euere Lieben auf
Soléa

16. Mär 2020

Fragen, so viele stehen im Raum:
Ach, wäre doch alles nur ein böser Traum …

Liebe Grüße
Soléa

15. Mär 2020

Unterschwellig glauben wir, gegen jede Gefahr versichert zu sein.
Angst half uns in der Vergangenheit vor Gefahr, machte uns
also überlebensfähig. Wer mutig durch die Lande zieht, kann
Dinge erleben, die ein "Irritierter/Ängstlicher" nie sehen oder
spüren wird. Angst essen Seele auf.
Herzliche Güße Olaf

16. Mär 2020

Lieber Olaf, deinen Kommentar nehme ich mir zu Herzen,
glaub mir!

Liebe Grüße
Soléa

16. Mär 2020

Hallo Soléa,
mag das Leben noch so trist und sinnlos scheinen, es gibt einem doch immer auch die Hoffnung
auf ein Besserwerden.
Eindringliche und berührende Bilder, die das LI hier beschreibt, mögen sie nur ein Albtraum sein.
LG
Manfred

16. Mär 2020

Hallo Manfred, „Alptraum“ das trifft es auf den Punkt, schon lange sind mir nicht mehr so schwere Gedanken und Wechselbäder der Gefühle, begegnet!

Viele liebe Grüße
Soléa

16. Mär 2020

Kinder gibts wie sand am meer -
sie kommen alle zu uns her...

trotzdem hoffen wir auf - was??
Daß er dendet dieser "Spaß"...

Liebe Grüße
Alf

16. Mär 2020

Kinder – Kinder, frag den Inder:
Ein Zauberer holt(e) sie aus dem Zylinder …

Liebe Grüße
Soléa

16. Mär 2020

Misstrauen ist auch ld angesagt, Kampfgeist ganz besonders auch... Aber wie singt U.Lindenberg, (...) auch der härteste Sch... ist dann irgendwann vorbei .
Sei herzlich gegrüsst, liebe Sole'a.
Ingeborg

16. Mär 2020

Liebe Ingeborg, da ist was dran, irgendwann ist alles so oder so, vorbei…

Sei lieb gegrüßt
Soléa

16. Mär 2020

Zur Zeit kann man nur missmutig sein, diese notgedrungene Vereinzelung verunsichert, aber in einem gebe ich dem Uwe recht - auch mich macht Dein letzter Satz etwas traurig.

Liebe Grüße - Marie

16. Mär 2020

Liebe Marie, aus meinem letzten Satz im Gedicht, spricht meine Hilflosigkeit. Bis zu einem gewissen Punkt kann man seine Kinder beschützen und danach nur noch hoffen und beten …

Herzliche Grüße
Soléa

17. Mär 2020

Mir geht es wie Uwe und Marie ,ich sehe auch die Traurigkeit im letzten Satz. Man kann nur hoffen .

Liebe Grüße Ilona

18. Mär 2020

Liebe Soléa
was auch immer dich verzweifeln lässt, bitte schau dich um, und finde das Gute, das sich in deinem Leben befindet. Blicke auf die Dinge, die dich mit Dankbarkeit erfüllen An allererster Stelle die wundervolle, talentierte Lupine, die nicht nur ein Geschenk für Euch, sondern ein strahlendes Licht für die ganze Welt ist.

Alles Liebe und herzliche Grüße
Ella

19. Mär 2020

Liebe Ella, willst du, dass ich weine? Unsere Kinder sind die wahre Sonne, wir tragen sie in uns, bis zum Schluss.

Sei herzlich gegrüßt und pass auf dich auf
Soléa