Regentropfen

von Ida Reich
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Meine Hirsche, so schillernd, wo jagt ihr denn hin?
Das Glas scheint beprasselt mit Regen.
Doch was wartet am Rande für ein Gewinn?
Wie Trommeln die Scheiben erbeben.

Stoßt ihr vor zu Gefilden, die mir nicht erschlossen,
wo Tränen der Rührung die Erde benetzen?
Die prasselnden Hufe, voll Anmut entschlossen,
in währendem Streben so rastlos zu hetzen.

Flüstern sie etwa mit gießendem Hall
die Verse, die meine Sehnsucht benennen?
Sie gleiten dahin in strömendem Fall
und scheinen mein Herz, seine Tiefen, zu kennen.

Meine Hirsche, so schillernd, wo jagt ihr denn hin?
Wie Trommeln die Scheiben erbeben.

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