Draußen

von Wolfgang Borchert
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Das macht das Fenster, daß wir «draußen» sagen –
und weil wir selber drinnen sind.
Nach draußen muß man schauernd fragen,
denn draußen ist der Wind.

Laternen stehn
schon Hundert schwarze Nächte –
und abends, bald nach zehn,
wenn mancher schlafen möchte,
graut wohl die Straße blass
und schweigend aus der Flut
von Seufzern, Stein und Glas.

Nun ist es unser Blut,
das so gewaltig rauscht –
da hält der Wind im Tanz der Schritt,
bleibt manchmal stehn,
als ob er lauscht.
Und die Laternen gehen
noch lange durch die Träume mit.

Veröffentlicht / Quelle: 
Wolfgang Borchert: Das Gesamtwerk. Rowohlt Verlag, 1949

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Rezitation: Fritz Stavenhagen / wortlover

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