Kulturen

von * noé *
Mitglied

Wenn diese Aussage auch manche verstört,
liegt das Offensichtliche doch auf der Hand:
So wenig, wie das Christentum in die Türkei gehört,
gehört der Islam „zu“ uns, zu unserm Land.

Deutschland, vom Christentum schon geprägt,
als es noch gar nicht „Deutschland“ heißt,
als Karl der Große die „Irminsul“ umschlägt
und „seinen“ Gott als den Einzigen preist ...

Dass Menschen in der Fremde ihren Glauben leben,
mal in mehr, mal in weniger Lebensgefahr,
hat es schon immer und überall gegeben,
bereits vor dem Punkt, als Gott „christlich“ war.

Doch jedes Land hat auch eine eigene Tradition,
die es liebt und unverfälscht erhalten will,
bei aller noch so gutgemeinten Migration
verstehe ich nicht das Protestgebrüll.

Hier leben Muslime, das ist wohlbekannt,
sogar etliche davon deutscher Nation,
doch „der Islam“ gehört nicht „zu“ unserem Land,
nur weil ihrer Viele einer Kriegsnot entflohen.

Sie leben bei uns, fühlen sich hoffentlich wohl,
sie dürfen bei uns ihren Glauben frei leben,
doch mutiert es zu einem ganz anderen Symbol,
wenn wir dem Islam Staatsbedeutung geben.

„Islam“ findet nun einmal hier statt,
auch wenn er gewiss nicht „zu Deutschland gehört“.
Langsam habe ich das Gezerre satt
weil mich das Aufgesetzte daran stört.

Wie viele Kirchen stehen auf Allahs Gebiet?
Wie viele Christen dort beugen vor Gott ihr Knie?
Nicht sehr viele, wenn man so um sich sieht –
für den Rest braucht man nicht viel Phantasie.

Laufen wir alle neben der Spur?
Wir haben ganz anderen Kummer auf Erden ...
Lasst einfach jedem die eigene Kultur,
und jeden in der eigenen glücklich werden!

© noé/2018

Buchempfehlung:

172 Seiten / Taschenbuch
EUR 9,79
200 Seiten / Taschenbuch
EUR 12,50

Interne Verweise

Kommentare

17. Mär 2018

Streng trennen muss man Staat und Religion!
(Beim Christentum klappt's halbwegs schon ...)

LG Axel

17. Mär 2018

- so garantiert das GG allen die gleichen Rechte - u.a. Religionsfreiheit - und fordert im Gegenzug von den hier lebenden Menschen eben auch, es zu akzeptieren, anzuerkennen, sich daran zu halten...und dann könnte man sich - ganz recht - endlich wichtigen Themen zuwenden....

LG Yvonne

18. Mär 2018

Man könnte, aber man will ja nicht...
manche Religionen sind rassistisch und pervers (Kinderehe, Schächten, Heilige Sprache),
und manche sind es andersrum - sie halten sämtliche Backen hin, wenn's ums Prügeln geht
und trotzdem streben alle die Vorherrschaft an.
Wenn sie das nicht täten, wäre es kein Problem, von jedem etwas im Lande zu haben.

18. Mär 2018

Eine sehr wirksame Grundregel SOLLTE sein, dass die Freiheit des einen DA endet, wo die des anderen BEGINNT. Dieses menschliche Gesetz aber wirkt IN BEIDE RICHTUNGEN und wird „Respekt“ oder „gegenseitige Achtung“ genannt. Verstärkt noch im Miteinander von „Gast“ und „Gastgeber“. (Nicht: Einer sollte [sich] alles [herausnehmen] dürfen, der andere alles müssen [sich klein machen, in etwa].)
So hat mein Elternhaus es mich dereinst gelehrt (AUCH eine Tradition, wie ebenso ein Kulturgut) – lang, laang ist's her ...