Die Suchende

von Ralf Risse
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Ein Elfchen – so der Plan für heute,
leichtes Spiel für die Synapsen.
Ich flog in die mentale Praxis
und sah im Schnee die ersten Tapsen.

Im Warteraum für Schreibideen
begrüßte mich manch nett Gesicht,
als die Bögen beider Fenster
zwar noch da – doch schwand das Licht.

Erhabene Dämmerung, unvermittelt,
durchs Glas gewahr ich transparent
wer da Einlass sich erhoffte
und erstarrte im Moment.

So ganz neu und sehr zerbrechlich,
im Ausmaß wie noch nie erspäht!
Der Umriss für ein Riesenwerk –
denk noch so, o ja – das geht!

Welch filigrane Perfektion!
Wie kunstvoll verzahnt ihre Hüllen.
Dem Fleisch meiner Worte wohl zugeneigt,
auf dass sie SIE stützen und füllen.

Ich sog SIE bewundernd mit offenem Mund . . .
ach du scheue Anmut – verletzlicher Wal.
Alle eilten es zu staunen
und es leerte sich der Saal.

SIE hielt kurz inne, schien zu zaudern
(Rief ihr noch „Warte!" hinterher.)
und trieb davon, ich rannte, ich schrie . . .
doch man sah sie schon nicht mehr.

Sollte SIE euch einst ereilen,
seid gewappnet und spontan.
Ich wünsch' euch, dass ihr ihrer würdig:
SIE wohnen lasst, in DEM Roman.

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Kommentare

17. Apr 2016

Eben entdeckt!
(War VERSteckt!)

LG Axel