Fernseh-Nahtod

von Ralf Risse
Mitglied

Vom Getue ums Getöse
wird uns unwohl üblich.
Dies Gepumpe zum Geschmerze
schult auf gegentrüblich.

Ob ein Lüftchen tobt als Sturme
oder Quälmchen-Brunst aus Feuer.
Buntes Viereck, heiß und bauschig,
generiert stets Ungeheuer ...

Wieviel Krieg bringt uns denn Frieden?
Welchen Tod erlebt man ganz?

Stumpfe Kunde – feinstgepixelt,
exklusiver Medienranz.

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258 Seiten / Taschenbuch
EUR 10,80

Interne Verweise

Kommentare

16. Sep 2018

Ein sehr gutes Gedicht ... Für die Nachrichten bin ich ja noch dankbar ... einige Gespräche erhellen und sind noch nützlich, sofern nicht endlos rumgelabert wird. Alles, was drumherum wiedergekäut wird, ist wahrlich "Medienranz". Krieg ruft meistens noch mehr Krieg hervor. Lediglich nach dem II. Weltkrieg hatten die meisten involvierten Staaten und Länder zumindest die Nase gestrichen voll. Es ist wohl genug Blut geflossen ... Sàndor Màrai schrieb dazu in seinem Tagebuch 2: "Das Böse kann man nicht besiegen. Es entsteht in hunderten und tausenden Formen neu, auch wenn es einmal besiegt wurde, und es wird immer blindwütiger. - Man muss das Böse ertragen, dann wird es vielleicht müde."

Liebe Grüße,
Annelie

16. Sep 2018

Vielen Dank, Annelie. Ein guter Urlaub ist ein Urlaub ohne Fernsehen. Eine Zeit die nicht ausblendet, aber sich besinnt auf die Kürze und die Wertigkeit jedes Tages. Badnews bedienen einen nicht pflegenswerten Teil in uns. Wem auch immer dieser Journalismus dient... eine Pause davon tut jedem gut.

Liebe Grüße,
Ralf

16. Sep 2018

Einen schönen und erholsamen Urlaub wünsch ich Dir.

Liebe Grüße,
Annelie

16. Sep 2018

Der Mensch scheint überall dabei -
Aber das macht ihn nicht frei ...

LG Axel

16. Sep 2018

Wie wahr, was Du schreibst. Besonders der letzte Satz ...

LG Marie

19. Sep 2018

Habt Dank, liebe Leser und kommt gut durch die "hoffentlich" letzte Hochsommerwoche.

LG Ralf