Verwirrendes, mein Herz schreibt Tagebuch

von Uwe Röder
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Gestern hat das Lächeln
meiner Liebsten alle Teufel
auf den Mond geschickt.

Soeben hat sie mir aus
meinem Morgenkaffe einen
bunten Schal gestrickt.

In ihren Augen hat der
Duft von wilder Möhre
sich verfangen.

Heute wüten nach ihr mein
rotgelbes Schwarzes Fieber
und Verlangen.

Ihr Gesicht hat meine
Sinne, Sinn und Sinnen
mit Musik verwoben!

Jetzt hat nur ein Blick von ihr
die saure Regenwolke
weggeschoben. -

Lustvoll würdest du dafür,
vor wenig Jahren nur,
als Hexe gern verbrannt!

Ich habe dich als Zauberin
und schönes anderes
erkannt!

Als Frau,
als Glück,
als Apfelblüte.

Sonne,
Lindenbaum,
als Güte,

als "das ewig Weibliche" -
und somit doch
als Wunderwesen,

immer bist du in
Gedichten Goethes
schon gewesen

und in allem
Schönen auch
geblieben.

Sage nicht,
ich hätte
übertrieben.

"Das ewig Weibliche zieht uns hinan" - J.W. Goethe, Faust.

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Kommentare

17. Mai 2019

Auch Krause ist in Goethes Gedichten gewesen!
(Im "Sauber-Kehrling" - als der Besen ...)

LG Axel

18. Mai 2019

Hihi, Axel, deine Zweizeiler zeigen mit 10 Fingern, und weil das nicht ausreicht, mit ihrer der Nase auf dich, du hast unwiderstehlichen, herzfrischen, wärmenden Humor.
LG Uwe

17. Mai 2019

Uwig-gut! Am schönsten: Gestern hat das Lächeln meiner Liebsten alle Teufel auf den Mond geschickt ..

Begeisterte Grüße zu Dir - Marie

18. Mai 2019

Liebe mariegute, feine Marie,
deine Begeisterung begeistert mich.
Danke herztief
Uwe

17. Mai 2019

Was für eine Liebes - Erklärung und Klärung der Liebe, die dennoch
einfach so ist und bleibt wie sie ist,unfassbar, dennoch das Größte und Schönste... Superschönes Gedicht! LG Ingeborg

18. Mai 2019

Hihi, liebe Inge, das Gedicht ist nicht der Lieb, sondern den Frauen gewidmet. Aber somit doch ganz tief, nein, umso tiefer auch der Liebe...
Frauen sind halt die besseren Menschen. Und mir die lieberes.
LG und danke!
Uwe

18. Mai 2019

Du schreibst so beschwingt, als würdest du über eine blühende Wiese laufen und aus jeder Blüte lächelt dir, einschmeichelnd, eine
Maid zu:-).

Grüße Jürgen

19. Mai 2019

Hihi, lieber Jürgen,
einen solchen (netten und bei Erfüllung verlockenden) Kommentar hab ich noch nie gelesen. Ich danke dir und schau mal, ob die Maiden zu finden sind.
LG Uwe

20. Mai 2019

Übertrieben? Nein, auf keinen Fall, lieber Uwe!
Da fehlt sogar das Allerwichtigste!
Uzw:
Nur du besitzt ein heilig Geben,
Du bist wie Gott, denn du schenkst Leben.
Hihihi

Herzliche Grüße
Ella

20. Mai 2019

Hihi, liebe Ellá, deine Strophe ist doch endlich mal ein richtiges Besingen des "Ewig Weiblichen"!
Aber meines hatte trotzdem mehr Wert, du bist solch ein weiblich Wesen, kannst nicht unvoreingenommen sein, wirst gar unsachgemäß parteilich loben! Jajaja!!!
Danke dir und liebe Grüße
Uwe

29. Mai 2019

Nicht untertrieben: Gern geblieben
so zu lieben wie gelesen wesend leben
aufs Verlangen sinnend so gestrickt
Gefangen von den Möhren, Mond, Kaffee
Verschoben aller Wolkenfrust Magie
Aus Blüten alter Dichtersorte
gespickt vom amüsanten Worte
LG Y

30. Mai 2019

Ach du!
Du Y und ganzes Alphabet, danke!
LG U