Mondtrost

von Robert K. Staege
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Nächtlich fließt das Dunkel aus den Birkenwäldern,
durch Moos und Röhricht zieht ein kühler Hauch,
wabernd steigt ein feuchtes Fahlgrau aus den Feldern,
es drängt und schwebt daher wie dichter Rauch.

Dieser Dämmer drückt mir stark auf meine Seele,
macht das Leben und den Weg so schwer,
und ein tiefer Seufzer dringt aus meiner Kehle,
Mut und Hoffnung fehlen mir heut‘ sehr.

Dann kommt hell der Mond heraufgestiegen
und beleuchtet Nebel, Wald und Moor und Feld.
Ach, sein Gold, sein Licht, es mög‘ besiegen,
was den Sinn so einsam und in Ketten hält!

Geschrieben am 17. November 2017

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