Im Schutz der warmen Dunkelheit

von Soléa P.
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Zurückgezogen – das geläuterte Herz,
dorthin, wo’s niemand finden kann.
Lebt abgeschirmt von dieser Welt,
die nicht viel Schönes mehr erzählt.

Im Schutz der warmen Dunkelheit,
strahlt’s purpurrot die Wände aus,
zuckt entspannt, mit voller Energie,
wie früher, als die Liebe noch rief.

Verbarrikadiert aus Sicherheitsgründen,
nichts darf noch bedrohlich wirken.
Fährt alles an Geschützen hoch,
wägt sich so sicher und ist heilfroh.

Alleine will es sein Dasein fristen –
enttäuscht zu werden, passiert nie mehr.
Lieber auf sämtliche Nähe verzichten,
als wieder verwundet zu werden, bis es schmerzt.

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Kommentare

22. Nov 2019

Rückzug, ist nicht gleich Niederlage,
es braucht halt ab und an solche T a g e …

Liebe Grüße
Soléa

17. Nov 2019

in manchen Zeiten braucht man diese "Sicherheit", doch nur für den Moment
wird diese Barrikade doch zur Antwort für denn Rest des Lebens
das Herz gegossen in Zement
ist zu Leben doch vergebens
denn stets zu Leben ohne Nähe ist nicht des Menschen Temperament LG enno

17. Nov 2019

wer niemals Narben hat auf seinem Herzen
der hat noch nie geliebt
und hat man auch so große Schmerzen
weiß man wenigstens, das man noch lebt.

22. Nov 2019

... es gibt Menschen, die sind gerne für sich,
zu viel Leben und Leute geht ihnen gegen den Strich.
Manche wurden auch bitter enttäuscht
und nur das alleine sein, sie noch freut …

Liebe Grüße
Soléa

17. Nov 2019

Rückzüge, um " Wunden zu lecken" und langsam genesen, wieder anfangen, dem Leben und der Liebe vertrauend neu zu begegnen, so meine Gedanken nach dem Kennenlernen dieses verwundeten Herzens. Foto (Aquarell) find ich klasse.
Sei herzlichst gegrüßt, liebe Soléa.
Ingeborg

22. Nov 2019

Ein Abstand, liebe Ingeborg, kanns richten, je nachdem. Ich denke, wenn man mit sich im Reinen ist – klarkommt, wird man, auch aus dem Rückzug heraus, andern, auch gerne, was geben können …

Sei herzlich gegrüßt
Soléa

17. Nov 2019

Rückzug ist lebenswichtig. Kein wahrlich wirkendes Herz ohne eine Tankstation. Dann heißt es: Taten allein
tragen der Toten ewige Tafeln, und wir nehmen unser Herz, stecken es ein und wagen NEUES, das durchaus
auch im ALTEN liegen kann.
HG Olaf

22. Nov 2019

Ja, „Einstecken“ und was Neues wagen – wenn die Zeit dafür wieder reif ist …

Liebe Grüße
Soléa