Befreiung ✓ Gedichte zum Thema / Schlagwort

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von Ella Sander
von Willi Grigor
von Cassyo paya
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von Monika Laakes
von marie mehrfeld
von marie mehrfeld
Beitrag 1 - 35 von insgesamt 314 Texten in dieser Kategorie
von Monika Laakes

Ohne den Druck, es allen
recht machen zu müssen.

Ohne die Erpressung der
eigenen unfreien Seele.

Ohne die Maßlosigkeit
allen gefallen zu wollen.

Ohne das Ansinnen, einen
idealen Körper zu bewohnen.…

von marie mehrfeld

solange Fenster und Türen
vernagelt sind, staut sich die
Glut, hirnrissig, aufgeweicht,
Sprachfluss geistlos verknotet,
versiegelt, betrübt verstummt,

bis oben verdrahtet, Worte
der Lust stecken geblieben,…

von marie mehrfeld

jung war ich, noch blind und taub
und suchte den Atem der Zeit
und das Rauschen der Ewigkeit

in deinen verschatteten Augen,
du nahmst meine Hand, erklärtest
mir Farben und Formen, lehrtest

mich sehen, staunen…

von Ella Sander

Wenn ich das Innen blicke und verlasse wer ich bin,
Das Ich abstreife, wie die Schlange ihre Haut,
Dann werden Herz und Geist ganz still
Und jeder Hades löst sich auf.

Aus ungeahnter Tiefe steigt empor,
Das Selbst,…

von Yvonne Zoll

Worte dämmen bloß
den Instinkt im Intellekt
Pur zur Wirklichkeit
Lebendiger Empfindung
Unverwischt mein Sein

Tief im Lichtschatten
berge ich Sehnsuchtsränder
Kopf im Gefühlten
Lebendig unverwundbar…

von Ella Sander

Ein weiser Atem trägt mich in das Ferne,
So nach und nach verblasst die Welt.
Ich tauche ein, in wundersame Stille,
Entgleite allem, das der Zeit gehört.

Hier und nur hier sprudelt der Seele Freiheit,
Entlarvt der…

von Willi Grigor

Zwei Gedichte vom Schreiben

Vergessen

Ich habe nie geschrieben,
was "Poesie" man nennt,
hab fast mein ganzes Leben
als Ingenieur "verpennt".
Ich war darauf versessen
ein "guter Mann" zu sein
und…

von Yvonne Zoll

Wenn ich wollte Wie ich könnte
Auf dem Schimmel im Eischnee
Berittener Wolke ritt ich zum
Rauchigen Ende des singenden Bachs
Meiner Springflutgedanken

Wüchs ich zu dir im Eisengelsee
Tiefer im Sommer…

von Annelie Kelch

Ich sagte ihm, ich wolle zu mir zurückkehren
und stieg in den Zug nach Calais.

Ich freute mich wahnsinnig auf mich …
Jahrzehntelang war ich „wir“ gewesen –
in jeder Beziehung.

Ich hatte mich völlig vergessen. Man…

von Monika Laakes

Entspannung -
weit weg
von der Realität -
tut Not,
ist gut
für Körper
und Seele,
singe lauthals,
lache ins Nirgendwo,
auf dass dir
nichts fehle.

Was ist der
Sinn von Recht,…

von Yvonne Zoll

Ein Gewissen im
Gewissen zeugt wie wahrhaft
dort Legenden wo

Gerüchtgeflüster
skelettierten Rauch gebiert
wie Unbefülltes

verwaltet Leere
nicht ideelle Seelen
Rührend unbefristet

innig…

von Axel C. Englert

HILFE! ENTFÜHRUNG! Grober STROLCH!
Sogar mit einem großen DOLCH!
Lasst mich SOFORT aus dem SCHRANK!
Ich krieg PLATZANGST! Werde KRANK!

So was! Ist mir noch nie passiert ...
Eiskalt ward roh ich abserviert ...

von Cassyo paya

Denn in mir ist alles so still,
tief in mir ist alles so klar.

Ein tiefes Meer,
weit unter der glitzernden Oberfläche.
Dunkel und ruhig,
voller Kreaturen die mir unbekannt sind.

An der Oberfläche brechen sich…

von Yvonne Zoll

Im Entzwiebeln dessen was Schicksal und
Macht die Kletten geketteter Schrauben
zu lösen das Leben neuspulen auszuspülen
das vorgeschrieben Fremd-Bestimmte
zu eigenem Ermessen kommt wer aus
maulwürfischen Tiefen die…

von Ella Sander

morgen fahre ich
beizeiten
die augen bleichen
damit der spiegel
blind wird
und die Seele
endlich
nackt und ungestört
baden kann

von Axel C. Englert

Eine Herme (herb VERSchwitzt)
Dachte sich: genug gestützt!
ICH ein PFEILERSCHAFT?! O nein!
Der Pfeiler schafft hier! Wie ein Schwein ...

Gerne ginge ich (als Herme)
Zur Erholung in die Therme ...
So ein…

von Eva Klingler

- doch so hätte ich’s gerne
In Stockfinster denk ich mir Sterne
Wenn der erste sich zeigt
meine Dankbarkeit sich neigt

So ist’s
- doch so hätte ich’s gerne
und es stupst mich lerne lerne!
Bis ich find…

von J.W. Waldeck

in den Büchern aus Sand
schreiben sich die Gesetze
selbst

Realität materieller Wüstenwinde
Elemente des EINEN
vielfachen Ungereimten
das selbstgerechte Segment
austauschbarer Existenz

aus…

von Monika Laakes

Tritt ein als Gast und fühl dich wohl,
da ist etwas, das schlägt den Takt
so mittendrin, als wicht'ger Pol.

Nun bleib doch hier, lauf nicht davon,
denn du gehörst gewiss zu mir,
komm runter von dem hohen Thron.…

von Axel C. Englert

Brav stand ein Bett im Grandhotel:
5 Sterne! NICHT Marke „Bordell“ …
Durch Zufall hat es nun gehört –
DER Vorgang hat es stark empört –

KEIN BETT SEI FREI?! Im ganzen Haus?!
Das halte ich nicht länger aus …

von Johanna Blau

Auf Wiesen und in Wäldern
Da finde ich Ruhe
Mein Geist mischt sich mit Fabelwesen
Wild wird mein Traum
Frei mein Körper sich zu strecken
Wie die Bäume in den Wind zu wachsen
Gehen auf schmalen Achsen
Dem…

Rezitation:
Johanna Blau
von Soléa P.

Einmal nur möcht` ich fühlen dürfen
das die Welt in Friede ruht
Hoffnung aus dem Vollen schürfen
ohne Kampf und ohne Wut…

Den stillen Wunsch stell ich selber her
geh ins Zimmer mach den Laden zu
in Dunkelheit…

von Johanna Blau

Ich will nicht schreien, weil mein Mahnruf verhallte.
Ich will nicht hart werden, weil ich gegen Wände prallte.
Ich will nicht weinen, wegen allem Leid, was uns trifft, unsere Hände erhoben.
Immer wieder aufs Neue, ausgehend von…

Rezitation:
Johanna Blau, Dezember 2018
von Annelie Kelch

Damals, in jenem Advent, als der Schnee
mit den Papierkörben an den Straßenlaternen
korrespondierte, und du mit dem Hund
in den Park gestapft warst,
zündete ich heimlich eine Kerze an,
starrte hinein und beschwor die…

von Joachim Ringelnatz

Bist du nie durch verschneite Nächte gegangen,
Durch Wald, über Land,
Allein mit dem Stock in deiner Hand?
Du bist es und bist es mit heiligem Bangen.
Wo zitternde Äste, eisig behangen,
Dir eine Kirchenstunde gaben,…

von Monika Laakes

Sie war sehr schüchtern,
jedoch nicht dumm.
Ihr Sound war Flüstern,
sie war nicht stumm.
Und wenn sie lachte,
war's wie ein Hauch,
sich dabei krümmte,
die Hände auf dem Bauch,
verlor sie so die…

von Ella Sander

Schatten, die zur einen Hälfte in uns wohnen,
Zur andern Hälfte draußen in der Welt;
Atmen fortwährend unsre Träume!
Lass uns gemeinsam fliehen, Hand in Hand;
Und streichen wir das Wort "Vielleicht";
Lass uns…

von Monika Laakes

Komm,
halt mich fest,
nimm mir die
Dunkelheit der
Seele fort und
tanz‘ mit mir –
wohin?
Ich schütt’le
meine Träume ab
und schau dir
ins Gesicht.
Es ist mein
Spiegelbild.…

von Eva Klingler

Anstatt zu suchen
schauen was da ist
Anstatt zu beneiden
bauen ein Gerüst
Anstatt zu hoffen
etwas bewegen
Anstatt zu verzagen
wagen eben
Anstatt hundert Freunde
vielleicht drei
Anstatt…

von Soléa P.

Geh endlich vorbei – komm nie wieder
keine Ohnmacht oder traurigen Lieder
nicht mit Angst
und was auch immer ...

Ich will dich nicht mehr sehen
zu vieles ist geschehen
von Anfang an warst du der Feind
in…

von Axel C. Englert

Eine Stimme bebte (vor Wut!) –
DAS konnte sie besonders gut:
Der Kerl muss WEG! Weil er nur stört!
Mein Unter-Mieter mich EMPÖRT!

Eigentlich ehr ein Unter-TON!
Hörte man DAS jemals schon?!
Untertänig ist DER…

von Eva Klingler

Gegen das Elend der Welt mag ich machtlos sein.
Dir Trost zu geben reichte !
Gegen Hass und Wahnsinn steh ich hilflos.
Dich zu lieben heilt.
Gegen so Vieles doch mehr noch für Soviel
ließ ich mich ein

um…

von Johanna Blau

Ungenügend zu beschreiben
Wie scharf Unglück riecht
Wie weit Wahn reicht
Hände aus Bitumen
Umfassen meine Sinne

Ich suche meine Stimme
Ich suche mein Morgen
Ich handle um jede Stunde
Ich kämpfe um…

Rezitation:
Johanna Blau
von Axel C. Englert

Ein Wasser und ein Brot
Saßen im selben Boot –
NEIN! Im KNAST! Nicht im BOOT!
Drum sehen wir doch beide rot …

Solch Einlochen gehört VERBOTEN!
Ständig sperrt man zu UNS Idioten!
„Bei Wasser und Brot“ – welch…

von Yvonne Zoll

Im Spreizen geäderte Korona
Überdauert im Sehnen Gezeiten
Modernd ist nicht das Unglück
Sondern uraltes Leid
So wahr ein Wille
Nie das Himmelreich
Doch erwünscht jenes Horchen
Nach innen das teilte

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