Befreiung ✓ Gedichte zum Thema / Schlagwort

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von Axel C. Englert
von bernd tunn tetje
von Soléa P.
die schönsten
von marie mehrfeld
von marie mehrfeld
von Monika Laakes
Beitrag 1 - 35 von insgesamt 381 Texten in dieser Kategorie
von marie mehrfeld

solange Fenster und Türen
vernagelt sind, staut sich die
Glut, hirnrissig, aufgeweicht,
Sprachfluss geistlos verknotet,
versiegelt, betrübt verstummt,

bis oben verdrahtet, Worte
der Lust stecken geblieben,…

von Monika Laakes

Ohne den Druck, es allen
recht machen zu müssen.

Ohne die Erpressung der
eigenen unfreien Seele.

Ohne die Maßlosigkeit
allen gefallen zu wollen.

Ohne das Ansinnen, einen
idealen Körper zu bewohnen.…

von marie mehrfeld

jung war ich, noch blind und taub
und suchte den Atem der Zeit
und das Rauschen der Ewigkeit

in deinen verschatteten Augen,
du nahmst meine Hand, erklärtest
mir Farben und Formen, lehrtest

mich sehen, staunen…

von Cassyo paya

Denn in mir ist alles so still,
tief in mir ist alles so klar.

Ein tiefes Meer,
weit unter der glitzernden Oberfläche.
Dunkel und ruhig,
voller Kreaturen die mir unbekannt sind.

An der Oberfläche brechen sich…

von Ella Sander

morgen fahre ich
beizeiten
die augen bleichen
damit der spiegel
blind wird
und die Seele
endlich
nackt und ungestört
baden kann

von Jürgen Skupniewski-Fernandez

Ist es Tag?
Ist es Nacht?
Ich weiß es nicht.
Ist es noch Traum?
Ist es schon Zukunft?
Verschlief ich die Gegenwart?
Ich weiß es nicht.
Und doch wenn ich
Der Welt entrückt
Fühl ich mich frei…

von Soléa P.

Dunkle Tage, sie werden kommen –
schälen sich träge aus der Nacht.
Die Sonne schafft's nicht durch den Nebel.
Machtlos ist sie – ohne Kraft.

Schatten, alles vegetiert im Schatten,
Farbkleckse, sind nicht zu sehen.…

von Willi Grigor

Zwei Gedichte vom Schreiben

Vergessen

Ich habe nie geschrieben,
was "Poesie" man nennt,
hab fast mein ganzes Leben
als Ingenieur "verpennt".
Ich war darauf versessen
ein "guter Mann" zu sein
und…

von Ella Sander

Wenn Schneegeflocktes schüchtern taut
Und sich in zierlich Rinnsal findet,
Küsst es die Kälte fort. Vertraut,
Dass Leben sich in ihm neu bindet.

Die Schmetterlinge frieren nicht mehr.
Wie warmer Frühlingswindhauch…

von Soléa P.

Verlassen
Der See
Ruht in sich
Nichts kann ihn stören
Leibhaftig

von Ella Sander

Wenn ich das Innen blicke und verlasse wer ich bin,
Das Ich abstreife, wie die Schlange ihre Haut,
Dann werden Herz und Geist ganz still
Und jeder Hades löst sich auf.

Aus ungeahnter Tiefe steigt empor,
Das Selbst,…

von Ella Sander

Ein weiser Atem trägt mich in das Ferne,
So nach und nach verblasst die Welt.
Ich tauche ein, in wundersame Stille,
Entgleite allem, das der Zeit gehört.

Hier und nur hier sprudelt der Seele Freiheit,
Entlarvt der…

von Ella Sander

je älter ich werde
umso mehr reift
zuckerwatte
zwischen den schläfen
und der hüter
der erinnerung
begräbt die tränen
denn das seelenbitter
stirbt an zuckerschock

von Yvonne Zoll

Worte dämmen bloß
den Instinkt im Intellekt
Pur zur Wirklichkeit
Lebendiger Empfindung
Unverwischt mein Sein

Tief im Lichtschatten
berge ich Sehnsuchtsränder
Kopf im Gefühlten
Lebendig unverwundbar…

von Annelie Kelch

Ich sagte ihm, ich wolle zu mir zurückkehren
und stieg in den Zug nach Calais.

Ich freute mich wahnsinnig auf mich …
Jahrzehntelang war ich „wir“ gewesen –
in jeder Beziehung.

Ich hatte mich völlig vergessen. Man…

von Monika Laakes

Entspannung -
weit weg
von der Realität -
tut Not,
ist gut
für Körper
und Seele,
singe lauthals,
lache ins Nirgendwo,
auf dass dir
nichts fehle.

Was ist der
Sinn von Recht,…

von Eva Klingler

- doch so hätte ich’s gerne
In Stockfinster denk ich mir Sterne
Wenn der erste sich zeigt
meine Dankbarkeit sich neigt

So ist’s
- doch so hätte ich’s gerne
und es stupst mich lerne lerne!
Bis ich find…

von Yvonne Zoll

Es ist Zeit

In die Flure von Vergangenem zu sinken
Unerschöpfliche Ursprünglichkeit zu stillen
Nordwärts quellend südlich warm zu treiben
Gedanken wachsend in Gezeiten einzuschreiben

Nur übertreibe nicht

von Axel C. Englert

Ein Muff, der meistens muffig war –
Er hasste KALTE HÄNDE! Klar:
DIE Chose wird mir nun zu dumm!
Berufskrankheit! Drum schul ich um …

Ach – leider platzte bald sein Traum:
Verbessert hab ich mich wohl kaum …

von Yvonne Zoll

Wenn ich wollte Wie ich könnte
Auf dem Schimmel im Eischnee
Berittener Wolke ritt ich zum
Rauchigen Ende des singenden Bachs
Meiner Springflutgedanken

Wüchs ich zu dir im Eisengelsee
Tiefer im Sommer…

von Monika Laakes

Tritt ein als Gast und fühl dich wohl,
da ist etwas, das schlägt den Takt
so mittendrin, als wicht'ger Pol.

Nun bleib doch hier, lauf nicht davon,
denn du gehörst gewiss zu mir,
komm runter von dem hohen Thron.…

von Axel C. Englert

Eine Herme (herb VERSchwitzt)
Dachte sich: genug gestützt!
ICH ein PFEILERSCHAFT?! O nein!
Der Pfeiler schafft hier! Wie ein Schwein ...

Gerne ginge ich (als Herme)
Zur Erholung in die Therme ...
So ein…

von Regina Bäcker

Ich stehe hier,

mitten im Hier und Jetzt.

Du!
Ich will leben!

Schrei ich in den Himmel!

Und heute ist der Himmel noch grau.

Ich verliere Schlaf im Kampf,

jedoch bin ich stark.

Trau deinen…

von Axel C. Englert

Brav stand ein Bett im Grandhotel:
5 Sterne! NICHT Marke „Bordell“ …
Durch Zufall hat es nun gehört –
DER Vorgang hat es stark empört –

KEIN BETT SEI FREI?! Im ganzen Haus?!
Das halte ich nicht länger aus …

von Uwe Röder

Hätten wir doch weite Schwingen,
flögen anders, besser unsern
Lebensfluss entlang,
zu allen Träumen
unsres Lebens.

Hätten wir für nur Erspürtes
viel mehr Sinne, Sinn und Sinnen,
ach, verstünden,

von Joachim Ringelnatz

Bist du nie durch verschneite Nächte gegangen,
Durch Wald, über Land,
Allein mit dem Stock in deiner Hand?
Du bist es und bist es mit heiligem Bangen.
Wo zitternde Äste, eisig behangen,
Dir eine Kirchenstunde gaben,…

von Yvonne Zoll

Ein Gewissen im
Gewissen zeugt wie wahrhaft
dort Legenden wo

Gerüchtgeflüster
skelettierten Rauch gebiert
wie Unbefülltes

verwaltet Leere
nicht ideelle Seelen
Rührend unbefristet

innig…

von Johanna Blau

Auf Wiesen und in Wäldern
Da finde ich Ruhe
Mein Geist mischt sich mit Fabelwesen
Wild wird mein Traum
Frei mein Körper sich zu strecken
Wie die Bäume in den Wind zu wachsen
Gehen auf schmalen Achsen
Dem…

Rezitation:
Johanna Blau
von Soléa P.

Zielgenau, ins Nichts, der Blick,
aus Augen, deren Glanz erlosch,
erzählt sein Mund von Resignation,
am Kopf, die Hand, die Verzweiflung betont …
festgefahrene Gedanken hinter grübelnder Stirn,
verzetteln sich im…

von Ella Sander

Schatten, die zur einen Hälfte in uns wohnen,
Zur andern Hälfte draußen in der Welt;
Atmen fortwährend unsre Träume!
Lass uns gemeinsam fliehen, Hand in Hand;
Und streichen wir das Wort "Vielleicht";
Lass uns…

von Eva Klingler

Gegen das Elend der Welt mag ich machtlos sein.
Dir Trost zu geben reichte !
Gegen Hass und Wahnsinn steh ich hilflos.
Dich zu lieben heilt.
Gegen so Vieles doch mehr noch für Soviel
ließ ich mich ein

um…

von Yvonne Zoll

Im Entzwiebeln dessen was Schicksal und
Macht die Kletten geketteter Schrauben
zu lösen das Leben neuspulen auszuspülen
das vorgeschrieben Fremd-Bestimmte
zu eigenem Ermessen kommt wer aus
maulwürfischen Tiefen die…

von Annelie Kelch

Damals, in jenem Advent, als der Schnee
mit den Papierkörben an den Straßenlaternen
korrespondierte, und du mit dem Hund
in den Park gestapft warst,
zündete ich heimlich eine Kerze an,
starrte hinein und beschwor die…

von Johanna Blau

Ich will nicht schreien, weil mein Mahnruf verhallte.
Ich will nicht hart werden, weil ich gegen Wände prallte.
Ich will nicht weinen, wegen allem Leid, was uns trifft, unsere Hände erhoben.
Immer wieder aufs Neue, ausgehend von…

Rezitation:
Johanna Blau, Dezember 2018
von Monika Laakes

Sie war sehr schüchtern,
jedoch nicht dumm.
Ihr Sound war Flüstern,
sie war nicht stumm.
Und wenn sie lachte,
war's wie ein Hauch,
sich dabei krümmte,
die Hände auf dem Bauch,
verlor sie so die…

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