Es ist im Schweigen

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Es ist Zeit

In die Flure von Vergangenem zu sinken
Unerschöpfliche Ursprünglichkeit zu stillen
Nordwärts quellend südlich warm zu treiben
Gedanken wachsend in Gezeiten einzuschreiben

Nur übertreibe nicht

Gehe durch die Fluten setze dich in Weiten
Öffne wach in Sternen eingelassen dich
Dem erdbeerfarbnen Licht des Abends
Der Kometenhaft der Nacht

Erlausche

Spät gespannte gleißende Geräusche
Langsam schwer in hohen Tropfen
Dämpfe eingetaucht im Duftekragen
Geschlossen zucken unruhig Augen

im Schweigen

Spüre den Moment des Augenblicks
Der Stille die verborgen bleibend
Weithin strömt im Schattentanz
Ungesehen atmosphärisch dicht

ist Unermessliches

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Kommentare

06. Aug 2019

"In die Flure von Vergangenem zu sinken...
Unerschöpfliche Ursprünglichkeit zu stillen...
Öffne wach in Sternen eingelassen dich..."

WieWasWann (Immer) du machst,
"Es ist Zeit" zu sagen, und ich" übertreibe nicht",
sondern "erlauschte" in deinem Gedicht
und in meinem ihm folgenden "Im Schweigen"
"atmosphärisch dicht Unermessliches",
Was? Ein Wohltuen, wahre Poesie tut wohl.
LG Uwe

08. Aug 2019

Von Herzen: Danke, schon mal Bradbury gelesen? Poesie in Prosaform - und Bilder...

LG Yvonne

07. Aug 2019

Messbar unermesslich, ewig und sogleich verflogen...
wir wandern auf dem Zeitenbogen...

Liebe Grüße
Alf

07. Aug 2019

„Gedanken wachsend in Gezeiten einzuschreiben“ - das kennzeichnet auch in diesem Gedicht Deine ganz besondere Art, Worte miteinander zu vernetzen, die ich bewundere, liebe Yvonne …

LG Marie

09. Aug 2019

Bin fasziniert von der Vielschichtigkeit des Textes.
Diese Verknüpfung von fantastischer Poesie und Weisheit...
Einfach toll!!!
LG Monika

10. Aug 2019

Vielen vielen herzlichen Dank
Für dein Einlassen,
Deinen empfindsamen Kommentar,
Dein Lob!

LG Yvonne