So viel Ruhe...

Bild von noé
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In den Tiefen, in den weiten,
seh ich sie vorübergleiten
in stiller Schönheit über mir.

Die Krabbe nagt an meinem Fuß,
wahrscheinlich bin ich ihr Genuss,
ich liege schon seit Tagen hier ...

Die Strömung wiegt mich hin und her,
es zieht mich weiter raus ins Meer,
mein Haar verfängt sich hier im Tang.

Wie silbern doch die Fischlein sind!
Wie Blätter huschen sie im Wind
und knabbern an der weißen Hand.

Ich seh das Spiel des Sonnenlichts,
wenn es sich hier im Wasser bricht,
im Fächerspiel streift es den Grund,

verwebt sich mit der Pflanzenwelt,
die mich in sich geborgen hält,
ein Aal küsst meinen Mund.

Die Rochen ziehen ihre Bahn,
so majestätisch schaut sich's an!
Für sie sind meine Augen blind.

Kleinkörnig-weißbunt ist der Sand
in diesem Unter-Wasser-Land,
in dem ich so viel Ruhe find ...

noé/2014

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Kommentare

19. Feb 2016

Nicht nur der Aal küsste allein -
Die Muse sprang ins Wasser rein!

LG Axel

19. Feb 2016

;o))
... solange nicht dadurch sie selbst zur Protagonistin dieses Gedichtes (bereits aus 2014) wurde ...
Danke, Axel!

19. Feb 2016

Ich bin ganz fasziniert ...
Das Bild, das in meinem Kopf entsteht, gleicht Deinem Profilbild.

Liebe Grüße,
Susanna

19. Feb 2016

Liebe Susanna, es freut mich immer ganz besonders, wenn meine Absicht gelingt, mit Worten zu malen.
Lieben Dank!

19. Feb 2016

Es ist so schön, dass ich es sofort teilen muss!
Liebe Grüße, Angélique

19. Feb 2016

Liebe Angélique, vielen lieben Dank für diesen deinen Kommentar UND fürs Teilen!