Erhabenheit

von Soel Franchone Félicité
Mitglied

Sie zieh´n und zerren an mir rum
Woll´n meine Energie
Ihre Worte schlagen auf mich ein
Und es schmerzt wie nie

Wieviel sag mir ertrag ich noch
Kann meine Seele tragen
Es drückt mich in ein finst´res Loch
Es hat mich lebendig begraben.

Nun lieg ich hier in der Dunkelheit
Müde meine Glieder
Seh´ ich je die Sonne wieder?
Mein verletztes Herz es schreit.

Ich weiß jetzt nicht mehr wo ich bin
Und Kälte zieht in mich hinein
Was macht das Leben noch für einen Sinn
Kann ich nicht ich selber sein

So sitz ich also hier und wein
Und rühr mich nicht vom Fleck
Als plötzlich meine Tränen
Leuchten wie ein Kerzenschein

Mit jeder Träne die mir von der Wange fällt
Erhellt sich nun der Raum
Und ich sehe nun wo ich doch bin
Unter einem Früchte tragend´ Baum

Majestätisch ragt er sich im Wind
Die Wurzeln in der Erd´
Wie stark der Wind auch wehen mag
Der Baum er steht!

Und während ich das les´ merk ich ganz stark
Wie das Gefühl in mir beginnt
Mich mit Wärme zu erfüllen
Das Gefühl ist ein besonderes ohne Groll
Es ist das Gefühl
Ich bin stark und wundervoll

Ich erhebe mich aus der Dunkelheit
Stark sind meine Glieder
Ich seh´ die Sonne wieder
Mein leuchtend Herz es glüht

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Interne Verweise

Kommentare

19. Nov 2018

Liebe Soel Franchone Félicité, darf ich dich bitten, eine Hinweis zu geben auf die Hintergründe, die das Gedicht entstehen ließen? Vielleicht müsste ich tausende Mal einer zustimmende und mitfühlenden Reaktion zeigen, statt nur der einen...
LG Uwe

20. Nov 2018

Hallo Uwe Röder,

gerne will ich dir Etwas über die Hintergründe erzählen, die das Gedicht entstehen ließen:

In einem Gespräch mit einer jungen Dame, die zum ersten mal in ihrem Leben mit Herausforderungen konfrontiert wurde und in Folge dessen überfordert war, stellte sich heraus, dass das Einzige, was diese Frau in diesem Moment brauchte, Verständnis, Zuwendung und ein erkennbaren Sinn war. Ich habe ihr das alles im Gespräch finden lassen. Und um das Ganze auch noch emotional und im Unterbewusstsein zu festigen, habe ich ihr dieses Gedicht geschrieben. Dann ist sie wieder aufgeblüht und hat neue Kraft geschöpft :)

20. Nov 2018

Dass du der jungen Frau, ihre Erlebnisse und gleichzeitig ihre Empfindungen zusammenfassend, ein solches Gedicht geschrieben hast, ist eine gleichermaßen ungewöhnliche und liebevolle Zuwendung, ja, da glaube ich, dass es die junge Frau sehr beeindruckt und ihr geholfen hat - wenn es mich als Unbeteiligten stark beeindruckt und berührt.
Lieber Gruß an dich
Uwe