Grau, grau, grau erscheint mein Himmelszelt

von Monika Laakes
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Grau, grau, grau
sind heute meine Farben.
Seid bitte nicht bös' mit mir,
verdeck' ich doch die Narben
von Elend, Schmerzen und Begier.

Grau, grau, grau
erscheint mein Himmelszelt.
Hier sende ich die Botschaft
an Menschen dieser Welt.
Versuche es nun gleichnishaft.

Grau, grau, grau
"Wer kennt den Schelm in tiefer Nacht genau?"
frug Goethe damals in dem Weltschatz 'Faust' -
"Schwarz sind die Kühe, so die Katzen grau."
Ein Blitzlicht der Gedankenwelt kommt angesaust.

Grau, grau, grau
nicht schwarz, nicht weiß, sondern vereinigt
am Firmament, mein Kunstgemisch,
mein Farbenspiel, das ich alleinig
euch heute präsentier ganz malerisch.

Grau, grau, grau
ist nicht zum Trübsal blasen da,
drum lacht und feiert diesen Tag,
wie Götterspeis' Ambrosia,
greift einfach zu und seid nicht zag.

Grau, grau, grau
so grüß ich euch von oben her,
und bitte euch, macht's Beste draus,
noch bin ich stattlich wolkenschwer,
doch unverhofft lass ich die Sonne raus.

19.12.2017

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Kommentare

19. Dez 2017

Liebe Moni, gar nicht grau erscheint mir dein gutes Gedicht:
eher wunderbar orphisch und ambrosisch, doch vor allem: auch licht.

Liebe Grüße,
Annelie

20. Dez 2017

Liebe Annelie, wieder hast Du mit lieben Worten das Grau beiseite geschoben. Dafür ein 'lichtes' Dankechön.

Noch eine stressfreie Vorweihnachtszeit!
Liebe Grüße,
Monika

19. Dez 2017

Grau, grau, grau:
Mal bunt - und schlau!
(Bei Nacht sind alle Katzen BLAU bei mir -
Statt Milch verteilt Frau Krause Bier ...)

LG Axel

20. Dez 2017

Ein liebes Weihnachtsdanke an Frau Krause,
nur weiter so mit Bier und Geschmause,
das hält den Axel munter zu Hause.

LG Monika