Erde

von Alf Glocker
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Die Erde will ein jeder für sich haben,
um seine Feinde darin zu begraben,
die man nicht dulden möchte, hier!
Sie ist doch jedermanns Revier,
der sie erobern kann und schreit:
„Ich bin der Herr, es ist so weit!“
Wer kann, der breitet sich auch aus!
(Und keiner zieht die Lehren draus.)

Das Erdreich lässt sich gut zerstören,
denn, soll es auch dem Depp gehören,
dann baut er’s zu, dann holzt er ab –
er hält die Schwachen stets auf Trab,
daß sie ihm bald alles überlassen:
Der Globus ist ein Ort für Massen,
die er wohl nicht mehr tragen kann …
doch das hat Folgen, derb, sodann!

Der Erdkreis reicht für viele Milliarden!
Wir müssen nicht mehr lange warten,
bis sie sich endlich selber fressen –
sie sind von Nachwuchs arg besessen,
denn der ist gar von Gott gewollt!
Und weil Gott sich selber überholt,
errichtet man die schönsten Wege …
so kommt man ihm nicht ins Gehege!

Der Erdkern schließlich lässt Vulkane –
das ahnt der Weise, der Schamane –
bis aus dem tiefsten Innern sprießen,
um uns mit Feuer zu begießen!
So schließt sich dann komplett der Kreis,
und von den Polen kommt das Eis,
damit wir, dämlich und verschwommen,
dann endlich auch ums Leben kommen!

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Öl auf Holz

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Kommentare

21. Jun 2019

Dein Gedicht geht runter wie Öl:
Nur der Mensch darin scheint blöd …

Liebe Grüße
Soléa