Elfentanz

von Willi Grigor
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Sommerabend, die Luft wird kühler,
die Sonne blinzelt hinter Zweigen.
Noch hört man Grillen, Solospieler,
bald verstummen ihre Geigen.

Der leichte Wind ganz leise fächelt
den grünen Vorhang im Baumgeäst.
Die Birke weiß, sie freudig lächelt:
Elfen sammeln sich zum Fest.

Der Bäume lange, dunkle Schatten
überdecken Wiesenglanz.
Dunst steigt aus den feuchten Matten,
es beginnt der Elfentanz.

Elfenwesen verschlungen schweben
im Nebelhauch, nur kurze Zeit.
Der Mensch sie selten sieht im Leben,
er ist nicht mehr dazu bereit.

© Willi Grigor, 2015
Landleben in Liverud

Tanzende Elfen, Gemälde des schwedischen Malers August Malmström, 1866
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Kommentare

20. Aug 2016

Ist das ein idyllischer Text - ich stell mich an deine Seite und schau auch zu ...

20. Aug 2016

Deine Gedichte führen mich zu den Wundern unserer Welt. Lesen und eintauchen und sich von dem mystischen Bild bezaubern lassen. Sich für einen kurzen Moment in einer anderen Welt wiederfinden. Schön.
LG Monika

21. Aug 2016

Danke an euch und alle, die diese Beschreibung lesenswert fanden. Die Natur zeigt uns ihre Wunder, wir müssen nur genau hinschauen. Auf diese Weise behalten wir die Fähigkeit, uns wundern zu können.

Einen schönen Sonntag wünscht
Willi