Donnergebrüll

von Katharina Dotzki
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Graue Wolken ziehen auf
Die Sonne versteckt sich
Ein starker Donnerschlag
– Noch einer
Der Himmel in seiner Trauer
Oder ist es Wut?

Vielleicht kommt bald der Regen
Nun ein heller Strahl
Du siehst ihn kurz aus der Ferne
– Noch ein Donnerschlag
Dann nur noch Donnergebrüll.
Bleibst du hier
Selbst wenn der Regen kräftig aus
den Eimern schüttet?

Die Zeit vergeht rasend schnell
– kein Regen
Langsam hört auch das Donnergebrüll auf
Die dunklen Wolken ziehen weiter
Du bist geblieben
Hier bei mir.

© Katharina Dotzki

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Kommentare

21. Feb 2019

So ein "Donnergebrüll" kann sehr beängstigend sein, liebe
Katharina. Gut, wenn man nicht alleine ist :)
Aber ich finde auch ein zweites Gedicht in Deinen Zeilen uzw sehe ich auch eine Streit mit dem Liebsten. Einen heftigen Streit mit dem Liebsten. Wolken (Unstimmigkeiten) ziehen auf und die Blitze (harte Worte) zucken. Dann stellt sich die Frage, ob der Liebste bleibt, wenn es aus Eimern schüttet ( heiße Tränen fließen), aber es regnet nicht (keiner muss weinen).
Am Ende wird alles gut, denn keiner ist weggelaufen. Und die Wolken ziehen weiter (die Unstimmigkeiten wurden bereinigt).
Sehr schön! Gefällt mir! :)

Liebe Grüße,
Ella

22. Feb 2019

Gut erkannt - man kann so vieles reininterpretieren!
Wie schön du's gesagt hast - ich danke dir für die lieben Worte, Ella!

Liebe Grüße zurück

21. Feb 2019

Eine Liebesgeschichte oder eine Lebensliebe, die geblieben ist; durch feine Andeutungen und naturnahen Vergleichen enftaltet sich Dein schönes Gedicht. Sprachstil gefällt mir. Lb. Grüße von Ingeborg

22. Feb 2019

Da braut sich was zusammen,
noch ist Ruhe vor dem Sturm,
dazwischen der Donner-Schlag
es endet im Friede … danach.

Sei lieb gegrüßt
Soléa

22. Feb 2019

Der Donner kommt und geht ...
Für Frieden ist es nie zu spät.
Das schildert Katharina uns hier im Gedicht:
Auf eine neue, ganz besonders feine Sicht.

Liebe Grüße,
Annelie