Schlaf des Gerichts

von Wolfgang Tietze
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Ich bin überwachsen wie ein Muschelhaus,
das Meer spülte mich an den Strand des Lebens –
ich gebe Dir alles zurück,
die Wellen, die ich nicht gezählt habe,
die Sommer, die mir fehlen -
ich bin dabei, den Krähennebel meiner Kehle,
den Schacht meiner Pyramide zu verwandeln,
gib mir vom Wesensglanz des mundus imaginalis
als Ausgleich zu meinen Überlegungen…
ich zerteile eine Orange und esse sie wie Mannah,
ich schaue auf die weißen Strahlen der Myrthenblüte, wir durchtönen die Zeiten –
laβ mich hier, in der sanften Öffnung
der Beruhung in purpurner Dämmerung,
wir schlafen den Schlaf des Gerichts….
Segnung, die keinen Namen hat.

Für Annette Bitsch

revidierte Fassung

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