Justizirrtum

von Ekkehard Walter
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Wie ein schwacher Kerzenglimmer
erscheint am Horizont ein Hoffnungsschimmer.
Was gestern war, ist bald vorbei,
ab Morgen ist er wieder frei.
Abgesessen ist die Zeit der Haft,
die ihn fast um den Verstand gebracht.
Unschuldig sass er viele Jahre,
er grübelte oft und raufte sich die Haare.

"Mörder, so riefen sie damals vor Gericht,
für etwas, dass ich getan hatte nicht.
Schuldig lautete das Urteil in einem Indizienprozess
dessen Ergebnis ich wohl nie mehr vergess'.
Ich verlor alles, was früher einmal gewesen war,
in meiner Zelle war ich nur eine Nummer gar.
Ab Morgen ist es dann vorbei,
das Leben hat mich wieder, ich bin wieder frei."

Dieser "fiktive Fall" ist leider so oder ähnlich tatsächlich passiert.

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92 Seiten / Taschenbuch
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Kommentare

21. Nov 2017

Ja, Axel, dies Gefängnis einer armen Seele
verschnürt einem wie uns dann fast die Kehle.

Du hast es sehr gut beschrieben, was das "Problem danach" ist
LG Ekki

21. Nov 2017

Es gibt sehr viele Justizirrtümer, Ekki. Und es gibt sehr viele Mörder und andere Verbrecher, die frei herumlaufen.

Liebe Grüße,
Annelie

21. Nov 2017

Liebe Annelie,
gerade weil dies so ist, sollte man auch das Unbequeme in den Fokus des Schreibens nehmen. Fang doch einfach damit an.
LG Ekki

21. Nov 2017

Lieber Ekki, ich finde nun nicht gerade, dass ich immer nur bequeme Sachen schreiben. Aber danke für deine Replik.

LG Annelie

21. Nov 2017

Egal wie sehr es manchen gefällt,
so langweilig naheliegende Reime zu schreiben,
sie leben nicht aus ihrem originellen Selbst,
ihr Schafsein ist allzu naheliegend verleitet.

LG. Waldeck

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