Stern des Lebens

von Maik Kühn
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mit einem Kleid gleich loderndem Feuer
lockst du mich gerne aus dem Gemäuer
verschwindest dann schnell, eigentlich ganz schlau
hinter wanderndem Gebirge weißgrau

im Jahreszenit ein wahrer Segen
schläfst jetzt scheinbar nie, machst mich verlegen
doch an dieser Stelle einmal ehrlich
zum Christfest zeigst du dich eher spärlich

täglich geboren in glühendem Rot
am Ende ein verheißungsvoller Tod
des Himmels Tränen lassen erahnen
auch unsichtbar ziehst du deine Bahnen

dich anzuschauen wird unerträglich
an deiner Schönheit scheiter ich kläglich
kannst zärtlich sein, auch innig umklammern
ungeschützt bleibt mir letztlich das Jammern

schenkst Leben, lässt alles wohl gedeihen
magst dich dennoch als Geschöpf einreihen
selbst an dem Firmament aus der Ferne
leuchten doch nur Körnchen namens Sterne

sollte besser meine Seele stählen
denn man wird dich mit Luna vermählen
die schwarze Mondscheibe bringt mir das Leid
Glück, dein Goldring strahlt nur für kurze Zeit

bleibst weiterhin mein treuer Begleiter
am liebsten mag ich dich flammend heiter
möcht mit dir spielen wie die Kinderlein
versteck mich dort, wo ist kein Sonnenschein

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