An die verstorbene Mutter

von Gero Galati
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Auch wenn sie nicht mehr hier auf Erden ist,
so lebt sie doch in dir.
Wenn ihr Mund verstummt ist,
so hörst du doch noch ihre Worte.

Wie sie laut mir dir lacht,
und leise zu dir flüstert.
Wie sie stolz von dir berichtet,
oder mahnend zu dir spricht.

Doch nicht nur ihre Worte hörst du,
auch die Gesten siehst du vor dir.
Wie sie war,
so lieb zu dir.

Wie sie deinen Kummer trug,
und ihr Glück stets mit dir teilte.
Wie sie dich pflegte,
sorgend an deinem Bett.

Das letzte Hemd hätte sie für dich gegeben.
Nun fängt es Staub,
liegt ungetragen,
im alten Kleiderschrank.

Doch vergiss nie,
dass all die Zeit sollst nie vergessen,
denn in dir trägst du sie.
So bleibt ihr Herz ja doch am Leben,
denn es schlägt ja selbst noch heut.

Schliss nur die Augen,
lass still es werden,
und du wirst,
ja glaube mir,
du wirst es pochen hörn.

An all die verstorbenen Mütter dieser Erde.

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