Waldtragödie

von Annelie Kelch
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Sonnenschein – er streift durch Wiesen und durch Weiden:
goldenen Fußes und mit strahlend sanftem Blick.
Schaut fast aus, als wolle er mich heute meiden,
traurig ziehe ich mich in den dunklen Wald zurück.

Wiegt sich dort im kleinen Wind die Tanne leise …
sehnt wie ich herbei sich einen warmen Sonnenstrahl,
träumt wie ich, jedoch auf ihre eigene Weise,
flüstert schwesterlich mir zu: Es war einmal ...

Auf der Lichtung nebenan sieht man die Wolken ziehn,
Engel knien darauf und beten helle Litaneien …
Niemand weiß, weshalb ich heute traurig bin:
Der mein Narrenkleid zerriss: Wird er mir je verzeihen?

Quelle: pixabay
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Kommentare

25. Aug 2017

Ein wunderschönes Gedicht.
Traurig und strahlend zugleich,
hat es im Herzen Gewicht.

LG Monika

25. Aug 2017

Danke, liebe Monika, für deinen poetischen und wie immer sehr positiven Kommentar.

Liebe Grüße,
(wie gerne würde ich jetzt schreiben: "auch an Nube"),
Annelie

25. Aug 2017

Ein traurig sehnendes Gedicht und doch im Schutz des Waldes kann Heilung wachsen, nachdem die Frage gestellt ist... Sehr poetisch dein Wortbild, liebe Annelie.

Einen versonnenen Gruß
Barbara

25. Aug 2017

Recht herzlichen Dank, liebe Barbara, nicht nur für deinen Kommentar, sondern auch für die darin enthaltene, hervorragende Interpretation meines Gedichtchens. Der "versonnene Gruß" von dir gefällt mir ganz besonders gut.

Ich gebe einen ebenso nachdenklichen an dich zurück,
verbunden mit den Grüßen des heilsamen Waldes,
Annelie