TESTAMENT

von Tilly Boesche-Zacharow
Aus der Bibliothek

Rosen, die im Winter blühen, wollen Kraft aus Wärme ziehen.
Wenn man sie nicht wirklich pflegt, gehört solch Busch schnell abgesägt.
Gestern Ritt auf Regenbogen, heute in den Staub geflogen.
Gestern war ich wirklich glücklich. Heute ist das nicht mehr schicklich ...
Morgen drum, samt Soll und Haben, sollte man mich schnell vergraben

Ich schlösse gern die Augen zu,. Für mein Herz gäb es dann Ruh.
Ich habe es mal fortgegeben. Doch ohne Herz lässt sich´s schlecht leben.
Drum fühl ich mich auch ganz bereit zum letzten Schlaf der Ewigkeit.
Dann kann mir niemand mehr was tun, darf in geliebten Armen ruhn.
Ein neuer Rosenstock treibt aus, ich bin bei ihm, fühl mich zuhaus ...

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Kommentare

08. Mär 2018

Wie schwer ist mir nun ums Herz, liebe Tilly. So viele Menschen warten auf diesen Moment, in dem sie in Frieden gehen dürfen.
Wenn der Glaube uns trägt, dass mit dem Augenschließen und letztem Atemzug nicht alles vorbei ist, ist es leicht, zu gehen.
Liebe Grüße Flo

05. Apr 2018

Der Rosenzüchter, der Gärtner, der die Rosen einpflanzt, bewundert sie einen Blick an in ihrer epigen Blühenpracht und schneidet sie bis an die Würfeln, wenn sie wecken...
Das war schon immer so..
LG Olga

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