Nacktheit Tag - Mantel Nacht

von Johanna Blau
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Komm Nacht,
umkleide mich,
lösch die Gedanken,
ich leide nicht.

Träum von der Wirklichkeit,
ich meide Licht.
Es ist so dunkel,
durchscheint mich schlicht.

Versuch zu retten,
das weise Denken,
das schwere Fühlen,
den Tag, den wir hätten.

Schlicht ist was ist,
gebraucht was gedacht.
Wird Wirklichkeit hohl,
wird Wahrheit zur Nacht.

Und träum ich den Tag,
so süß er mir scheint.
Es ist eine Lüge,
die Wahrheit zu sein meint.

Ich seh in die Sonne,
spüre das Licht.
Bin ich schon wach?
Nein, ich fürchte mich nicht.

Rezitation:

Rezitation: Johanna Blau
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Kommentare

26. Mai 2016

Hallo Johanna, Danke für diesen Beitrag und willkommen auf LiteratPro. Beschäftige dich ruhig mit allen Feldern, die Dir zur Verfügung stehen. Den Link aus den Zusatzinformationen habe ich mal richtig eingepflegt - so wird er anklickbar. Folge LiteratPro auch auf Facebook, sollte Dir die Seite gefallen. Danke und viele Grüße! :)

26. Mai 2016

Danke für die Begrüßung und das Link Basteln, ja ich werde mich mal hier umschauen. Liebe Grüße

27. Mai 2016

Liebe Johanna, ich bin beeindruckt! Das ist toll! Ich bewundere die Kürze Deiner Zeilen, in die du jeweils so viel in recht wenig Worte kleiden kannst. Das ist große Kunst. Kein Wort zu viel doch alles gesagt. Und das ohne "karg" zu sein, sondern wahrhaft poetisch. Große Klasse
lG
Anouk