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Tötungsoperanden

Bild von noé
Bibliothek

Sie wollen uns bewusst verletzen,
weltweit sich dazu vernetzen,
feige, wie sie nun mal sind.

Dort, wo bis ins Mark man leidet,
während sich das Böse weidet,
weinen Eltern um ihr Kind.

Ferngelenkte „Biowaffen“,
die diese Tatsache nicht raffen,
sprengen sich um Kopf und Kragen,

währenddessen ihre Lenker,
pressegeile Backstage-Henker,
sich nicht aus ihren Löchern wagen.

Öffentlichkeit informieren
sollte nicht dazu verführen,
ihnen Aufmerksamkeit zu zollen.

Stattdessen an die Opfer denken!
Die Täter ins Vergessen senken!
Genau das ist, was sie NICHT wollen.

Unter Kamerabetrachtung
entwickeln sie für euch Verachtung.
Was hilft's, seid ihr bloß „informiert“?

Habt ihr nicht mehr auf eurem Kasten,
als sinnlos hinterherzuhasten,
was nur zu Aktionismus führt?

Diese Tötungsoperanden,
die nie Mitgefühl empfanden,
sind seelenlose Mordmaschinen.

Ihr „Dienste“ mit den vielen „Quellen“
solltet VOR der Tat sie stellen,
nicht auch noch ihrem Ego dienen!

© noé/2017

(nach Manchester)

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Interne Verweise

Kommentare

26. Mai 2017

Wenn Kindermörder "Kämpfer" geben -
Soll man nicht noch sie erheben!

LG Axel

26. Mai 2017

Furchtbar ... es ist nicht mehr nachzuvollziehn.

LG Annelie

26. Mai 2017

Hier finde ich einen hervorragenden Text, in dem die perfiden Strategien heutiger Kriegstreiber unverblümt, jedoch in Versform beschrieben werden. Als ferngelenkte "Biowaffen" werden Selbstmordattentäter treffend charakterisiert. Und so durchziehen starke Wortschöpfungen den gesamten Text, der mich in meiner Fassungslosigkeit noch bestärkt hat.
LG Monika