Die Fremden

von Alf Glocker
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Wir, Fremde, warten vor den Toren
und sind auf Abruf stets bereit.
Nicht der Verstand ist schon verloren -
mit uns steht auch im Widerstreit,
was wir uns nicht erklären können
und nur mit falschen Namen nennen:

die Wirklichkeit, der Hoffnungsgrund,
die Einsicht in das echte Leben!
Wir irren um den Seinsbefund,
um eine Sagenwelt zu weben,
die niemals stattfand oder wird!
Der Wahnsinn ist zum Gott gekürt!

Den beten wir verzweifelt an,
dem dienen wir mit Leidenschaft
und den, der nicht mehr weiter kann,
den hat die Welt dahin gerafft -
er hat wohl niemals existiert!
Die Zukunft hat ihn ausradiert!

So sind und waren wir nur fremd!
Und doch war vieles blind erlebt -
wir haben uns hinein gestemmt,
geliebt, gekämpft, gelacht, gestrebt ...
und doch ging das an uns vorbei,
was Wahrheit ist – und einerlei!

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Kommentare

26. Aug 2016

Die Einsicht, sie geht sicher ein -
Sie scheint nicht wild genug zu sein ...

LG Axel

27. Aug 2016

Es kann die Möglichkeit bestehen,
dass wir - zu Recht ? - nicht alles sehen.
"Die Wahrheit" geht mit uns ins Grab,
denn Wahrheiten färben nicht ab ...
Nur Lügen werden schnell geklont,
das sind wir anders nicht gewohnt.

27. Aug 2016

Ob hier etwas zurecht geschieht?
Man müsste erst die Wahrheit kennen!
Ob die uns dann "hinunter zieht"?
Wir müssten "Wilde" uns wohl nennen?

LG Alf