Gedanken hinter meinem Lächeln

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Geweint, gewehrt, am liebsten laut geschrien. Früh aufgewacht und nicht aus dem Bett geschafft.
Vom Frühstück gleich zum Mittagessen.
Wieder geweint. Eine Dauerschleife.

Ein ewiges wieder auf reißen der gleichen Wunden. Warum kann ich sie nicht ruhen und heilen lassen?
Es ist Halbzeit. Sechs Monate Chaos im Kopf und im Herzen.
Trauer, Wut, Verständnis, Angst und kaum in Zahlen zufassende Heulkrämpfe, Einbrüche und Telefonate.
Glücksgefühle, Fröhlichkeit - zurzeit eine wundervolle Utopie.

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Es ist die Mitte der Woche und ein Gefühl der Leichtigkeit bahnt sich an.
Mein Herz fühlt sich nicht mehr so arg kaputt an (hin und wieder bröckelt es doch)
und fühle mich bereit für Neues.
Bereit für das Leben und dazu bereit,
Vergangenes in der Vergangenheit zu lassen.
Mein Herz und meine Augen sind offen - wir reden nicht von Liebe,
vor allem vom Leben.

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Das Gefühlskarusell dreht sich. Schneller und schneller.
Emotionen und Stimmung ändern sich schier jede Sekunde.
Sie sind Besucher. Ich bin mehr als diese negativen Emotionen.
Mein Vertrauen ist gebrochen worden. Ich bin so viel mehr, als die, die verlassen wurde.
Ein Mensch, der nicht in meinem Leben sein will, sollte nicht so viel Platz in diesem haben.
Dieses Kapitel soll schön langsam zu Ende gehen und
ich werde wie der Phoenix aus der Asche steigen - doch wie gelingt mir das?
Die täglichen Gedanken an ihn sollen keine Gäste mehr in meinem Kopf sein. Ich darf ihn nicht größer machen als er ist.
Er darf nicht zum Monster werden, welches mich in meinen schlaflosen Nächten verfolgt.
Er war nur ein kleines Kapitel, ein Exkurs, eine falsche Abzweigung.

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So viele Gedanken im Kopf, dass es sich auf eine seltsame Weise leer anfühlt.
Das derzeitige Gefühl in Worte zu fassen ist schwer.
Gut. Ich fühle mich wieder glücklicher. Zufriedener. Müde. Sehr müde.
Ein ganzes Leben neu zu ordnen braucht Kraft. Unglaublich viel Kraft.
Von der Vergangenheit befreit sein. Sie verbrennen. Alles was noch übrig ist ins Feuer werfen.
Bis alles nur noch Schutt und Asche ist.

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Die Zeit.

Am Anfang scheint sie unendlich zu sein.
Dann bemerkt man, wie schnell sie vergeht.
Eine Stunde, ein Tag - schnell wird es zum Jahr. Ein Leben.

Die Zeit ist unser Geschenk. Wir sollten sie nicht mit Gemütlichkeit verschwenden.
Sie soll mit Dingen verbracht werden, die uns zum Strahlen bringen.

Von Innen und Außen.

Meine kleinen Texte als großes Ganzes zusammengefügt, damit es sich leichter lesen lässt. Danke für den Hinweis :)

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Kommentare

22. Jan 2019

Ich kann deinen Text gut nachempfinden. Was manchesmal so im Kopfkino abläuft ist Hollywoodreif! Schließlich schreibt das Leben die Geschichten.LG

11. Mär 2021

Schade, dass du mit dem Schreiben aufgehört hast, Pandarin. Du scheinst noch sehr jung zu sein, und musstest trotzdem einen großen Verlust verkraften. Es ist für jeden Menschen hilfreich, das Gefühl des Verlustes und den Umgang damit so authentisch wie du, in Worte packen zu können - auch wenn es die Worte eines anderen sind...