Der helle Mond

von Alf Glocker
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Der Mond gleißt hell, die Nacht ist klar,
des Werwolfs Fell glänzt wunderbar
und seine scharfen Zähne blitzen!
Die dunklen Schatten aber flitzen.

Die Sterne schwanken funkelnd auf …
sie sammeln sich nun schnell zuhauf
und brave Opfer – somnambul –
verschwinden fromm im Sündenpfuhl.

Fast wie EIN Geist erscheint das Nichts,
weit hinterm Schimmer fernen Lichts –
und aus den schwarzen Gründen steigt:
die Demut, die sich rasch verzweigt.

Gleich wie zur Wallfahrt kommt alsbald,
aus Dörfern, Städten, aus dem Wald,
wer einen Gott des Todes ehrt
und sich dramatisch frech vermehrt.

Nun heulen die Gespenster laut,
die sich versammeln – aufgebaut
zu Heeren, die sich selbst nicht kennen,
sich falsch mit anderen Namen nennen …

Der Mond glänzt hell, die Nacht ist klar –
das Blut der Opfer scheint so wahr,
wie Mörder nun die Wesen schlitzen,
wenn überall die Messer blitzen!

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Kommentare

28. Jul 2018

Des Pudels Kern sich offenbart,
wenn sie prüft, die Gegenwart!

LG Alf