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von Alf Glocker
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Ein Mann geht lüstern über'n Strand -
die Mensch dort sind schön und NACKT!
Er kommt aus einem fernen Land -
die Leidenschaft hat ihn gepackt!

Er will den weißen Körper haben,
der dort prall in der Sonne prunkt
und sich an seinen Reizen laben -
weil ihm das Hirn im Aufruhr funkt:

„Das Schwein tut was Verbot'nes hier!“,
ich kann es mir in Ruhe nehmen.
Mein Trieb kann leider nichts dafür -
für ihn muss ich mich gar nicht schämen!

Wer sich nicht anzieht, der ist schuld,
daß ich mich fröhlich auf ihn werfe!
Denn mich beherrscht die Ungeduld -
das sage ich in aller Schärfe!

Und wer sich nicht dran ORIENTiert,
der gilt für mich als vogelfrei!
Wer sich so zeigt und sich dann ziert,
den schützt auch keine Polizei!

Mir ist es gleich wo das so ist,
ich kenne nur mein eig'nes Recht!
Den trifft das Unheil, der's vergisst -
denn mich regiert nur das Geschlecht!

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Kommentare

28. Apr 2016

Eine klare und zudem feine poetische Aussage, die sehr mutig daherkommt. Vor allem für den weiblichen Part unserer Gesellschaft fühlt sich das abstoßend und erschreckend an. Da hilft uns auch kein Verniedlichen und Schönreden. So ein dichterischer Denkanstoß kann schützend sein. Danke
LG Monika