Weltraumreise

Bild von Jürgen Wagner
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Ich flieg heut‘ abend auf den Mond,
betracht' die große blaue Erde
und werde sicher reich belohnt:
der Stern, auf dem ich leb und sterbe!

An Schönheit sucht er seinesgleichen
im Universum weitumher
So etwas einmal erreichen
wiegt wundersam äonenschwer

Es Ist ein zauberhafter Garten,
das braune Land, die Meere, Seen,
der Reichtum all der vielen Arten,
die großen Wälder, Bergeshöh'n

Die Wälder schwinden, Arten gehen
Die Pole schmelzen jäh dahin
Die Wüsten wachsen, Stürme wehen
Hat dies denn einen tief'ren Sinn?

Was lebt, kann auch einmal erkranken
An 'Homo sapiens' leidet der Planet
Wer weist d e n noch in seine Schranken?
Die eig‘ne Progressivität

2018

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Kommentare

30. Jul 2018

Der Mensch macht alle Schranken auf
und endet glorreich seinen Lauf...

LG Alf

30. Jul 2018

... reißt vieles mit sich obendrauf
Trotzdem eine gute Woche! Jürgen

30. Jul 2018

Ja, die eigene, oft sehr zweifelhafte und zerstörerische Progressivität ...
Danke für dieses wirklich sehr gute Gedicht.

LG Annelie

30. Jul 2018

Danke, Annelie! Nachdem wir am Samstag alle den Mond bestaunten, habe ich die Perspektive mal umgedreht. LG! Jürgen