Der letzte Vorhang fällt

von Robert K. Staege
Mitglied

So viel Rollen habe ich gespielt,
manche Maske insgeheim getragen,
litt der Qualen viel auf manchem Feste,
manches schien ich, ohne je zu wagen,
es zu sein, und oftmals war das Beste, -
ach, es schmerzt mich, dies zu sagen, -
jenes Letzte, des ich mich enthielt ...

Abgeschieden nun von Glück und Welt,
versiegt auch noch mein Sein und Wollen,
ob aus Unlust etwa oder aus Versagen,
meiner Seele müde, kümmerliche Reste
werden nun kein neues Stück mehr wagen, -
nein, ein Ende haben Masken, Spiele, Rollen, -
da für mich der letzte Vorhang fällt ...

Geschrieben am 30. Mai 2020.

Rechtshinweis:
Dieser Beitrag ist urheberrechtlich oder durch Copyright geschützt und darf ohne Genehmigung nicht verwendet werden.

Interne Verweise

Mehr von Robert K. Staege online lesen

Kommentare

30. Mai 2020

Das berührt mich - wie viele Deiner Gedichte. Hat das mit dem letzten Vorhang nicht noch etwas Zeit?

LG Marie

30. Mai 2020

Das hoffe ich doch sehr, Marie! Meine Gedichte haben nicht immer einen persönlichen, sprich autobiographischen Bezug.