auf der zunge

von Manfred Peringer
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in zeitung gewickelt trage ich die forelle
nachhause wende sie nach müllerin art
gewürzt mit salz und pfeffer im mehligen

in der pfanne krümmt sich der saibling
ein letztes mal zum sprung das heiße öl
zischt und gischt wie eine stromschnelle

der erste bissen zergeht auf der zunge
heißt es im gourmetführer empfielt dazu
petersilkartoffeln und grünen veltliner

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Kommentare

31. Mai 2019

Hallo Axel,
alles andere hätte mich auch arg verwundert,
so ein grüner Veltliner bewirkt manch krauses Wunder.
LG
Manfred

31. Mai 2019

Man merkt, du hast sie wirklich genossen,
wir dein Gedicht.
Doch war es Schuberts Forelle
nicht?

LG Uwe

31. Mai 2019

Das Gericht und Dein Gedicht habe ich mir mit Genuss auf der Zunge zergehen lassen ....

LG Marie

31. Mai 2019

Hallo Uwe,
Schuberts Forelle schwimmt schon längst in höheren Spähren.
Freut mich, dass Dir die Zeilen gefallen haben.
LG
Manfred

Hallo Marie,
wenn wir uns schon von den Geschöpfen der Natur ernähren, sollten wir es wenigsten mit Genuss tun und ihnen (wie die Indianer) dafür dankbar sein.
Danke fürs Mitgenießen und LG
Manfred
LG
Manfred

01. Jun 2019

Den Schubert habe ich erst auf den zweiten Blick bemerkt ... Hannes Wader singt "Die Forelle" meisterlich ...

LG Marie

01. Jun 2019

Hallo Marie,
ja Wader hat schon eine beeindruckende Bandbreite vom sozialkritischen Chanconnier über plattdeutsche Folklore bis zu Schubertinterpretationen.
LG
Manfred

01. Jun 2019

Hallo Manfred, sehr delikat, dein "Mahl"...

Liebe Grüße
Soléa

01. Jun 2019

Hallo Soléa,
für mich ist ein gutes Fischgericht immer eine Delikatesse.
Danke fürs munden lassen und LG
Manfred

03. Jun 2019

Ich habe mich mit den Fischen beraten. Sie mögen es nicht,
wenn sie sich, aus Liebe zu den Menschen, in der Pfanne
HIN und HER wenden lassen müssen. Sie zweifeln aber
nicht an deiner Qualität - gute Gedichte zu schreiben.
HG Olaf