schwarz- oder blauäugig

von Manfred Peringer
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draußen klagt der wind wie heisere kraniche
es fehlt nur noch das monotone des regens
und die welt fängt an mit den zähnen zu klappern

das häusermeer wellt blechern bis zum horizont
in den straßen herrscht reger handel ebbe
und flut tauschen strandgut gegen kehricht ein

was soll ich bei diesem schietwetter nur anziehen
schafe legen sich ein dickeres fell zu ich wickle mich
in einen roten schal der lockt und wärmt zugleich

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Kommentare

31. Okt 2018

Mag auch die weite Welt mit ihren Zähnen klappern ...
Wenn Manfred zum Gedicht ansetzt, wird 's nie ein Plappern.
Er hüllt auch uns mit ein in seinen schönen roten Schal.
Das doofe Schietwetter? - Es kann uns mal!

Danke für das gute Schietwettergedicht.
LG Annelie

31. Okt 2018

Hallo Annelie,
ob schwarz- oder blauäugig, das Wetter macht sowieso was es will. :)
Ich hab das Gedicht mal ausnahmsweise aus weiblicher Sicht geschrieben, meine Schals sind alle eher dunkel gefärbt.
Danke für den gereimten Komm er trifft und wärmt gut.
LG
Manfred

31. Okt 2018

Schade, ich habe Dich mir nämlich im roten Schal vorgestellt - wie der "grüne" Politiker, Hans-Christian Ströbele. Aber jetzt bin ich doch alarmiert: durch den Satz ... was soll ich bei diesem Schietwetter nur anziehen? Diese Frage stelle ich mir auch oft, denn man möchte weder schwitzen noch frieren. Hast Du gut hinbekommen, auch aus weiblicher Sicht.

LG Annelie