Als

von Alf Glocker
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Als mein Vater starb,
als meine Mutter starb,
als meine Freunde starben,
als überhaupt irgendwer geboren wurde
um schließlich zu sterben,
da war die Erde noch nicht gereimt,
sondern trieb auf einer Müllinsel im Ozean.
Das war damals, in der
alltäglichen Gegenwart!

Immer dorthin,
wo die meisten Tränen fließen,
schickt der blau-schwarze Himmel
seine abgehobenen Legionen der Angst,
damit sie erreichen
was erreicht werden muss,
um diesen Plan sauber zu halten,
von allerlei Denkmodellen,
aus dem kreativen Bereich!

Dann steuert die Atemluft
den nächsten Abgrund an:
lobgefiederte Fluggeräte werfen den Donner ab,
Köpfe explodieren bei Sonnenaufgang.
Unter dem Obergriff „Leiden“
geschieht das Gute –
und alle Menschen fallen auf die Knie.
Zuerst und nacheinander
fallen die Feinen!

Danach stürzen die Beschwerdegründe,
zusammen, mit dem Abschaum,
mit dem Gebet einer Oberschicht, die es wohl
später einmal nie gegeben haben dürfte,
oder wenn, dann führte sie ein Schlitzohr,
wie z.B. M. aus A., aber das macht nichts,
denn es stehen lange Reihen
hinter den Geburtskanälen,
auf der Liste des Glücks!

Sie werden bestimmt von einem berüchtigten
Schmied, der alles wieder zurecht klopft,
wenn es total verbogen ist –
und so mancher behauptet in der Umnachtung,
er sei es selbst gewesen,
denn er hätte die Werkzeuge dazu!
Inzwischen arbeitet der Wurm
in allen Dingen, in allem was lebt –
und die quadratische Erde kocht!

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Kommentare

10. Mai 2015

Lieber Als!

"Alf" ist Dir sehr gut gelungen!
(Anders rum! Bin heut VERSchlungen...)

LG Axel