Bei meiner Seele

von Alf Glocker
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Verlorener Ausguck nachtheller Tage,
schlag dich ins Dickicht des ewigen Seins,
versuche nicht aufzusteh’n - wage
dich in mich, oder sei kein’s.

Ich dürste nach diesen lästigen Mühen,
die mich verfolgen – bei meiner Seele.
Denn du sollst wie im Möwenflug blühen –
vergiss nicht zu bleiben wo ich mir fehle!

Immer alleine und immer vergessen,
webt mir die Norne mein winziges Licht –
so, wie der Alb mir verdutzt aufgesessen.
Niemals ertrag‘ ich mein eig‘nes Gesicht!

Komm aus den Labyrinthen der Zeit,
Papagei, der mich zum Mitsingen zwingt.
Dafür frage ich dein verschlissenes Kleid,
das mir wie Sterne in Hörsälen klingt.

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