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Der eitle Mann

Bild von Horst Fleitmann
Bibliothek

Vom Jüngling bis zum ollen Greis
von Fuß  bis hin zum Scheitel,
was kaum wer mag, noch wirklich liebt:
Wenn 'Mann' ist furchtbar eitel.

Dabei wäre es wunderbar,
machte er von sich Reden.
Doch wenn von sich er redet nur
wird's peinlich es zu hören.

Von dem was er so macht und kennt
spricht er in höchsten Tönen.
Er passt sich jeder Lagen an.
man muss sich dran gewöhnen.

Er malt, treibt Sport, er sagt er ist
Hans Dampf in allen Gassen.
Die Damen, bildet er sich ein,
könnten nicht von ihm lassen.

Er schart gern Freunde um sich, die
ihn gern und immer wieder
so, wie sich selbst, ihn hochpreisen
und singen gleiche Lieder.

Ein solcher Mensch, der zwanghaft fast
den Zuspruch sucht und findet
Der hängt sein Fähnchen stets danach
wie es zurzeit so windet.

Die Meinung ändern ? Kein Problem,
sie wechselt wie das Wetter.
Man redet jedem nach dem Mund
so findet man ihn netter.

Man geh' den Menschen aus dem Weg
die keine Meinung haben.
Wer's anders sieht und fällt drauf rein,
der darf sich nicht beklagen.

© Horst Fleitmann, 2021

Interne Verweise

Kommentare

27. Mär 2021

Du trägst giftiges Blut in dir. Satyrisches Blut von Eugen Roth.
Ich kenne auch ein ebensolches "Schmeichlerportal".
Neulich sagte mir ein netter Mensch. "Olaf, wir sind alle Narzissten !".
Früher Nazis, heute Narzissten. Das hat was.
Dein Gedicht gefällt mir sehr !
HG Olaf