Die Strophen meines Lieds

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Gefallen bin ich und auch hoch gesprungen.
Das Ziel im Blick bin ich zu geh’n bereit.
Hinter den Himmeln spür ich Ewigkeit.
Der Ton der hellen Kindheit ist verklungen.

Das Ziel im Blick bin ich zu geh’n bereit.
In meinem Spiegelbild will ich ertrinken.
Sollst mir zum Abschied zärtlich winken.
Ein Käuzchen ruft mir zu, nun ist es Zeit.

Hinter den Himmeln spür ich Ewigkeit.
Du hast vor vielen Monden mich verlassen.
Auch die Erinnerung wird bald verblassen.
Ummantelt bin ich von Gelassenheit.

Der Ton der hellen Kindheit ist verklungen.
Von Schmerzen lasse ich mich nicht besiegen.
Stattdessen träume ich den Traum vom Fliegen.
Bald sind die Strophen meines Lieds gesungen.

Interne Verweise

Kommentare

15. Apr 2021

Lässt man los das schwere Leben,
Kann man leicht und leuchtend schweben ...

LG Axel

15. Apr 2021

Doch so sehr man sich auch sorgt – Zeit auf Erden ist beborgt;
sich das manchmal vorzustellen - kann die Lebenssicht erhellen ...

LG Marie

15. Apr 2021

Liebe Marie, Abschied ist ein leises Wort und jedes Lied geht mal zu Ende. Ich wäre dafür, dass du als Zugabe noch eine Strophe anhängst …!

Sei lieb gegrüßt
Soléa

15. Apr 2021

Liebe Soléa, da hast Du Recht, so in Moll soll man Verse nicht ausklingen lassen - wo ist die Hoffnung? Aber mir war danach, es genau so zu schreiben. Muss an dieser so verunsichernden Zeit der Pandemie liegen.Angeregt von Deinen Worten habe ich zum Ausgleich das kleine Gedicht ZUVERSICHT verfasst und eingestellt. Ich schicke Dir herzliche Grüße -

Marie

15. Apr 2021

Was ist Heimat ? Ein Ziel ? Zum Beispiel der Himmel oder das Paradies ? Oder ein Reich, das nur für uns Kinder
geöffnet war ?

15. Apr 2021

Ja, wo ist Heimat? Was ist Heimat? Vielleicht sind wir bei allem, was wir schreiben, auf der wahrscheinlich vergeblichen Suche danach? Heimat, ein Ziel, das wir nie erreichen? Sei herzlich gegrüßt, lieber Olaf.

15. Apr 2021

Kunstvoll und melodisch komponiert ist dieses wunderbare, inhaltlich berührende Lied, in dessen letzter Strophe sich der Kreis dann schließt. Eine sehr schönes Pantun Gedicht ist das, liebe Marie.
Herzlich grüßt Dich Ingeborg

15. Apr 2021

Ingeborg, ein Pantungedicht ist ein komplizierteres Konstrukt als meine Verse, meine ich, habe mich aber davon inspirieren lassen. Danke für Deine lieben Worte. Ich grüße Dich herzlich aus der Ferne -

Marie

16. Apr 2021

Welch Wehmut klingt aus deinen Weisen,
welch Schmerz und auch Verletzlichkeit
und wenn sie kommt einmal die Zeit,
sind wir auf Spur dann an Geleisen

vorhersehbar und auch letztendlich irgendwie?
Bis dahin noch ein Weilchen denk, bestimmt,
wenn auch zu schnell die Zeit manchmal verrinnt,
die Lebensuhr zurückzudrehn gelingt wohl nie!

Ein sehr tiefsinniger Text liebe Marie der zum Nachdenken anregt!
Herzlich liebe Grüße - Uschi

16. Apr 2021

Bis dahin noch ein Weilchen, ja, das hoff ich auch,
hör statt auf den Kopf doch besser auf den Bauch ...
denn jeder neue Morgen bringt eun neues Licht,
trägt dich durch den Tag mit großer Zuversicht ...

Liebe Grüße zu Dir, Uschi,
mit Dank für Deine schönen klugen Reime -

Marie

16. Apr 2021

Sing weiter, Tag- und Nachtigall, so schön...
wir wollen uns in Tänzen dreh'n!

LG Alf

19. Apr 2021

DANKE,

Ja, lasst uns tanzen auf den Gassen mit wildem Stampfen, ausgelassen …
doch damit müssen wir noch warten; allein sitz ich in meinem Garten
und seh’ dem Gras beim Wachsen zu, das bringt mir eine zeitlang Ruh’ …

LG Marie

25. Apr 2021

...und ich will, muss noch sooo viel mehr von dir lesen... immer wieder unfassbar, wie einzigartig wehmütig und lebensvoll, melancholisch hoffend und lebensbejahend und Abschiednehmend zugleich...
Herzliche Grüße Yvonne

30. Apr 2021

Das lese ich jetzt erst, liebe Yvonne - und
danke dafür nachträglich mit herzlichem Gruß!!

Marie