Geschnurrtes

Bild von Dirk Tilsner
Mitglied

Lolita Conchita, das miezende, reizende Kätzchen,
das hatte das Whiskas und Friss-das zum Fell-sträuben satt.
Die Bilder der Dosen, die posenden Perser mit Lätzchen,
den Glibber, der weder Makrele noch Seezunge hat.

Da traf sie Othello, den protzenden, strotzenden Kater
und schnurrte: „Dein Pelz glänzt so hell, ganz gewiss frisst du Aal
und Kaviar täglich. Ich bitte dich, sei mein Berater.
Als Lohn, na du weißt schon, im Schuppen, da kannst du mich mal.“

„Ach Mieze, das glitzernde Fell hab ich Frauchen zu danken.
Sie bürstet mich stündlich und hält auch die Krallen poliert.
Ich fress nur Gepresstes. Sie fürchtet, ich könne erkranken.
Mein Omega-6 kommt in Pillen und ich bin kastriert.“

Mehr von Dirk Tilsner lesen

Rechtshinweis:
Dieser Beitrag ist urheberrechtlich oder durch Copyright geschützt und darf ohne Genehmigung nicht verwendet werden.

Interne Verweise

Kommentare

01. Mär 2021

Hallo Dirk,
ist doch überall dasselbe, Lug und Trug und Übertreibung...

Liebe Grüße
Soléa

01. Mär 2021

Hallo Soléa

Und die Moral, wo Schönheit ist,
man deshalb nicht vom Besten frisst.

Hauptsache nicht: wie der Kater, so der Vater ... :)

Gruß
Dirk

01. Mär 2021

LAUT Krause brauchen Katzen BIER! -
Sie testet dies seit Jahren hier ...

LG Axel

01. Mär 2021

Hallo Axel
Es glänzt der Pelz wie Öl vom Raps.
In Wirklichkeit kommt das vom Schnaps.
LG
Dirk

01. Mär 2021

Hab mit 'nem Kater zwölf Jahre verbracht, manchmal gelitten, doch meistens gelacht, selbst wenn sie während des Schnurrens mich kratzen – liebe, verehre ich sie, diese KATZEN …

LG zu Dirk - Marie

01. Mär 2021

Hallo Marie

Ich liebe ja auch die Kätzchen, vor allem nachts die grauen :)

Na gut, Männerwitz. Aber, meine Tante hatte mal einen Kater, der tat mir irgendwo leid. Ein Riesending, fast wie ein mittelgroßer Hund, schönes schwarzes Fell und immer lieb beim Streicheln geschnurrt. Doch das halbe Leben vor sich hindösend auf der Treppe, der hatte keine Ahnung, was er in seinem kurzen Katerleben alles verpasste. Bis zum Tag seiner Kastration hat er das vielleicht gefühlt, im felinischen Blut, aber dann ... war alles vorbei.
LG
Dirk

02. Mär 2021

Toll !!! Ich denke, dass Katzen ohnehin nicht zu kurz kommen, Whiskas hin, Whiskas her.
Sind sie doch am Sinken der Vogelpopulation wesentlich beteiligt. Von der Katze kommt
kein Wort. Da lbleibt sie stumm auf der Matratze.
HG Olaf

02. Mär 2021

Für mich: Super Satire einer überzogenen, fehlgeleiteten Tierliebe, die inzwischen alltäglich ist.

02. Mär 2021

Hallo Laleah
Gewiss gewiss ... die Tiere können sich ihre Herrchen und Frauchen ja nicht aussuchen. Zum Glück für die letzteren, dass die Vierbeiner so leicht dem Stockholm-Syndrom verfallen :)

LG
Dirk